Fallbeispiele

Fallbeispiele von LIGASANO® bei

Dekubitus

Behandung eines Dekubitus mit LIGASANO®

Fallbeispiel 1 - Behandlung eines Sakralulcus

51 Jahre, männlich, Paraplegie, mit ausgedehntem Sakralulcus.

Abb. 1: Zustand vor Behandlung mit LIGASANO® weiß
Abb. 2: Behandlung mit LIGASANO® weiß Wundauflage
Abb. 3: Nach mehreren Verbandwechseln ist die Wunde bereits deutlich kleiner und sauberer.
Abb. 4: Zustand eine Woche nach chirurgischer Intervention

Auszug aus einer Anwendungsbeobachtung des Unfallkrankenhauses Targu-Mureş, Rumänien.
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Fallbeispiel 2 - Fotodokumentation Haus St. Martin, Aldrans (Österreich)

Fotodokumentation Haus St. Martin, Aldrans (Österreich)

Abb. 1: Aufnahme vom 13. Jänner 2005
Abb. 2: Aufnahme vom 21. Jänner 2005
Abb. 3: Aufnahme vom 9. Juni 2005

Fallbeispiel 3 - Dekubitus Grad II am rechten Trochanter

Patientendaten und Anamnese:
60jährige Patientin, Multiple Sklerose, komplett immobil, Dekubitus Grad II am rechten Trochanter, starke Kontrakturen an Armen und Beinen, schlechter Allgemeinzustand. Die Patientin liegt auf einem Wechseldrucksystem, ist aufgrund Ihrer körperlichen Einschränkungen äußerst schwer zu lagern und entwickelt immer wieder Dekubitalulzera.

Abb. 1: 04.02.2016
Abb. 2: 04.02.2016
Abb. 3: 26.02.2016

Langfristig bestehender Dekubitus Grad 2 am rechten Trochanter mit mäßiger Exsudation und geröteter Wundumgebung. Versorgung mit LIGASANO® weiß steril 10 x 10 x 1 cm direkt auf die Wundfläche und 24 x 16 x 1 cm unsteril zusätzlich zur Druckentlastung darüber. Fixierung mit Klebevlies im Randbereich. Verbandswechsel 2-tägig. Lagerung der Patientin auf LIGASANO® Platten grün und weiß zur Therapieunterstützung und Druckentlastung. Vollständige Abheilung der Wunde am 26.02.2016.

 

Fallbeispiel 4 - Dekubitus am Steiß mit feuchter Nekrose

Patientendaten und Anamnese:
Dekubitus am Steiß mit feuchter Nekrose bei einem 89jährigen, vollständig immobilen Patienten. Es besteht zusätzlich ein Diabetes mellitus mit hohem Blutzucker-Werten und eine MRSA-Infektion. Der Patient ist nur partiell orientiert und kontaktfähig. Seit einigen Wochen ist die Mobilisation in den Rollstuhl nur vereinzelt möglich. Die Betreuung und Pflege findet über einen ambulanten Pflegedienst 3x täglich und über eine Betreuungskraft zuhause statt.

Der Patient liegt auf einem Wechseldrucksystem und wird gelagert. Die Urinausscheidung wird über ein Urostoma geleitet. Es besteht eine Stuhlinkontinenz mit häufigen Stuhlfrequenzen. Bisher wurde der Dekubitus mit einem feinporigen Schaumverband in dreitägigem Rhythmus durchgeführt. Diese Behandlung führte zu keinem Ergebnis. Die Exsudatmengen sind mäßig.

Abb. 1: 02.02.2016
Abb. 2: 02.02.2016
Abb. 3: 02.02.2016
Abb. 4: 10.02.2016
Abb. 5: 19.02.2016
Abb. 6: 09.03.2016

Abb. 1: 02.02.2016
Zunächst wurde eine mechanische Wundreinigung mit Polyhexanid-Lösung und LIGASANO® Wundputzer® intensiv und soft durchgeführt.

Abb. 2: 02.02.2016
Tamponade der kleinen Unterminierung auf 3 Uhr und Abdeckung der Wundfläche mit LIGASANO® weiß Wundband mini.

Abb. 3: 02.02.2016
Abdeckung der Wundfläche mit LIGASANO® weiß steril 15 x 10 x 1 cm und 24 x 16 x 1 cm. Fixierung mit Klebevlies am Randbereich. Verbandswechsel alle zwei Tage. Unterstützend wurde der Patient auf LIGASANO® grün 55 x 45 x 2 cm und LIGASANO® weiß 59 x 49 x 2 cm gelagert.

Abb. 4: 10.02.2016
Erneute mechanische Wundreinigung mit Polyhexanid-Lösung und LIGASANO® Wundputzer® intensiv und soft durchgeführt. Vollständige Ablösung der Nekrose alleine durch LIGASANO®.

Abb. 5: 19.02.2016
Die feuchten Nekrosen und Beläge wurden durch die Versorgung mit LIGASANO® weiß zunehmend abgetragen. Hierdurch ergibt sich eine Zunahme der Wundtiefe. Die Umgebungshaut mit den kleineren Dekubitalulcera hat sich deutlich beruhigt und die Läsionen sind abgeheilt.
Die Versorgung erfolgt weiterhin mit dem LIGASANO® weiß Wundband mini, die Abdeckung der Wundfläche mit LIGASANO® weiß steril 15 x 10 x 1 cm und zusätzlich mit LIGASANO® weiß steril 24 x 16 x 1 cm. Fixierung mit Klebevlies am Randbereich. Verbandswechsel zweitägig.

Abb. 6: 09.03.2016
Die gesamte Umgebungshaut ist intakt und reizfrei. Der Wundgrund hat sich gereinigt und zeigt Granulationsinseln. Deutliche Abnahme der Wundtiefe durch Granulation.

 

Autorin: Daniela Laskowski, Krankenschwester, Wundexpertin aus Fulda, Korrespondenz über LIGAMED® medical Produkte GmbH

Fallbeispiel 5 - Wundbehandlung mit LIGASANO® bei Dekubitus Grad IV

Patientendaten:

59 Jahre, weiblich, kachektisch, Appallikerin mit Zustand nach ischämischem Insult, wird palliativ versorgt. Mehrere Dekubitalulzera (Trochanter beidseitig, beide Fersen, Sakralbereich, Rücken) trotz druckentlastender Maßnahmen.

Abb. 1: Aufnahme vom 19.08.2015, Sakraldekubitus Grad IV
Abb. 2: Aufnahme vom 16.09.2015
Abb. 3: Aufnahme vom 11.12.2015
Abb. 4: Aufnahme vom 18.01.2016

Verlauf der Wundheilung:

Lösen der ledrig festhaftenden Fibrinbeläge und des nekrotischen Gewebes mit Cuitmed sorbact Gel und LIGSANO® weiß steril 2cm als Primärverband. LIGASANO® gibt der Wunde den nötigen mechanischen Reiz zur Wundreinigung und sorgt für die Ableitung und Aufnahme des Wundsekrets sowie der Zelltrümmer.

Mit LIGASANO® 2cm Wundauflage wird zusätzlich die Druckentlastung auf der Wunde und der umliegenden Hautareale gewährleistet und überschüssige Hautfeuchtigkeit wird durch Luftzirkulation abtransportiert.

Um das hohe Exsudataufkommen  während der Reinigungsphase aufnehmen zu können wird durch das Anbringen eines Superabsorbers als Sekundärverband mit anschließender Fixierung durch einen Folienverband gewährleistet.

Nach ca. 4 Wochen war es möglich unter der Therapie mit Cuitmed sorbact Gel + LIGASANO® weiß in 2cm Stärke + Superabsorber den Verbandswechsel nun alle 3 Tage durchzuführen (verringerte Belastung in Palliativsituation) und eine deutliche Verbesserung des Wundzustands zu erzielen.

Optimale Wundkonditionierung und beginnende Epithelisierung am 11.12.2015. Wundrand granulierend und deutliche Verkleinerung der Wundfläche bis Januar 2016. Patientin inzwischen verstorben.

 

Autorin: Sabine Seifert, selbständige Pflegetherapeutin Wunde ICW e.V., Remchingen

Fallbeispiel 6 – Wundbehandlung mit LIGASANO® bei Dekubitus

Patientendaten und Anamnese:

83jährige Patientin, immobil, Heimunterbringung seit Juni 2015. Vorerkrankungen: Diabetes mellitus Typ 2, Inkontinenz, Adipositas

Abb. 1: 22.05.2015: Zustand vor Unterbringung im Pflegeheim
Abb. 2: 31.07.2015: Zustand vor Anwendung von LIGASANO®

Verbandwechsel am 03.08.2015:

Während des ersten Verbandwechsels zeigte sich die Wunde immer noch kontaminiert und stark gerötet. Die Reinigung mit LIGASANO® Wundputzer® intensiv war schmerzfrei und sehr effektiv. Die Wundhöhlen und die Unterminierungen wurden mit jeweils einem LIGASANO® weiß Wundband mini bis zum Wundrand austamponiert und mit einer Lage LIGASANO® weiß steril 10 x 10 x 1 cm abgedeckt. Fixierung mit atmungsaktivem klebendem Fixiervlies. Zusätzlich Lagerung des Patienten auf je einer Lage unsterilem LIGASANO® grün und LIGASANO® weiß. Verbandwechsel 3x wöchentlich.

Abb. 3a und b: 03.08.2015 linke Gesäßbacke: Wundreinigung mit LIGASANO® Wundputzer® intensiv und Octenisept® Wunddesinfektion
Abb. 3b: 03.08.2015
Abb. 3c und d: 03.08.2015 rechte Gesäßbacke: Wundreinigung mit LIGASANO® Wundputzer® intensiv und Octenisept® Wunddesinfektion
Abb. 3d: 03.08.2015
Abb. 4a: 05.08.2015: LIGASANO® weiß Wundband mini beim Entfernen aus der Wundhöhle.
Abb. 4b: 05.08.2015: Wundgrund weist deutlich weniger Beläge auf.
Abb. 5a: 07.08.2015: Wunde nach Entfernung des LIGASANO® Wundbands mini
Abb. 5b: 07.08.2015: Austamponieren der Wundhöhlen mit LIGASANO® Wundband mini
Abb. 6: Verbandwechsel am 12.08.2015: Wunde frei von Belägen und gut granuliert.
Abb. 7a: Verbandwechsel am 17.06.2016: Wunde nahezu abgeheilt
Abb. 7b: 17.06.2016: Austamponieren der Wund-höhlen mit LIGASANO® Wundband mini
Abb. 8: Wundzustand am 16.09.2016: Wunde vollständig abgeheilt.

Fazit am 16.09.2016:

Wunde komplett abgeheilt. Patientin schwitzt sehr stark (aufgrund diverser Medikamente), dadurch kommt es immer wieder zu Mazeration und neuen Hautdefekten. Daher wird prophylaktisch weiterhin LIGASANO® weiß Wundband mini appliziert

 

Autor: Helga Huber, Medizinische Fachangestellte, VERAH, Niederbayern

Fallbeispiel 7: Versorgung bei Dekubitus Grad 2 mit LIGASANO® weiß & LIGAMED® Fersenschuh

Patientendaten und Anamnese:

60 Jährige, komplett immobile Patientin in schlechtem Allgemeinzustand. Langjährige Multiple Sklerose. Starke Kontrakturen an beiden Armen und Beinen. Versorgt in der häuslichen Umgebung durch einen ambulanten Pflegedienst mit Unterstützung der Familie. Immer wieder Entstehung von Dekubitalulcera, da die Patientin durch ihre körperlichen Einschränkungen äußerst schwer zu lagern ist und unter starken Schmerzen leidet. Sie liegt auf einem Wechseldrucksystem. Die Patientin ist geistig rege und voll orientiert.

Abb. 1: 04.02.2016: Dekubitus Grad 2 an der rechten Ferse/Fußsohle. Zustand nach der Wundreinigung mit LIGASANO® Wundputzer® intensiv
Abb. 2: 04.02.2016: Der Dekubitus wurde mit mehreren Lagen der sterilen 10 cm breiten Binde aus LIGASANO® weiß Binde steril 10 cm versorgt. Fixierung mit LIGAMED® fix. Der Verbandwechsel erfolgte alle drei Tage.
Abb. 3: 04.02.2016: Fersenfreilagerung mittels individuell angefertigtem Fersenschuh aus LIGASANO® weiß und LIGASANO® grün.
Abb. 4: 16.02.2016: Epithelisierungsphase. Die Wunde ist etwas trocken, daher wurden mehr Lagen der Binde gewickelt.
Abb. 5: 26.02.2016: Vollständige Abheilung und Epithelisierung.

Autorin: Daniela Laskowski, Krankenschwester, Wundexpertin aus Fulda

Fallbeispiel 8: Wundbehandlung mit LIGASANO® und ätherischen Ölen bei Dekubitus

Patientendaten / Anamnese:

88jähriger Patient, Z. n. Tetraparese bei Sepsis mit akturem Nierenversagen sowie Spondylodiszitis BWK I und II, Dekubitus der rechten Gesäßhälfte, massive Schluckstörungen. Aufnahme in das Hospiz am 11.06.2015

Abb. 1: 16.06.2015: Zustand der Wunde vor Behandlungsbeginn mit LIGASANO®
Abb. 2: 25.06.2015: Die Nekrose löst sich langsam von den Rändern her.
Abb. 3: 01.07.2015: Nekrose wird mehr und mehr aufgelöst.

Am 16.06.2015 zeigte sich die Situation wie folgt: Eine trockene, ca. 4 cm x 2 cm messende Nekrose hatte sich deutlich demarkiert. Die Wundumgebung war sichtbar gerötet und beim Abtasten auch verhärtet.

Als Aromapflegemischung entschieden wir uns für die „Wundpflegemischung A“ nach Maria Hoch: 20 ggt Cajeput (Melaleuca cajeputi), 50 ggt Lavendel fein (Lavendula angustifolia), 20 ggt Basilikum (Ocimum basilicum), 10 ggt Rosengeranie (Pelargonium graveolens), 60 ggt Teebaum (Melaleuca alternifolia), 10 ggt Thymian linalool (Thymus vulgaris ct linalool), 20 ggt Thymian thymol (Thymus vulgaris ct thymol), 20 ggt Zimtrinde  (Cinnamomum verum)

Von der Grundmischung gaben wir 10 ggt auf 100 ml NaCl 0,9%. Diese Lösung sprühten wir auf die Nekrose, ließen es leicht antrocknen und deckten den Dekubitus mit einem Schaumverband ab. Leider war auch bei uns keine Seitenlagerung möglich. Der Herr wurde auf eine Wechseldruckmatratze gebettet und wir führten Mikrolagerungen durch. Alle druckexponierten Stellen wurden mit unserem „Hautpflegeöl“ zur Dekubitusprophylaxe 2 x täglich eingerieben: 15 ml Jojobaöl (Simmondsia chinensis), 35 ml Mandelöl süß (Prunus dulcis), 8 gtt Lanvendel fein (Lavandula angustifolia), 5 gtt Benzoe siam (Styrax tonkinensis), 2 gtt Karottensamen (Daucus carota).

Abb. 4: 08.07.2015: Die harte Nekrose hat sich vollständig aufgelöst und ist nur noch mittig mit dem Wundgrund verbunden.
Abb. 5: 15.07.2015: Nekrosereste lösen sich weiterhin, Wunde sezerniert nun sehr stark, Verbandwechsel 2x täglich
Abb. 6: 21.07.2015: Dicke Fibrinbeläge am Wundgrund, Wundtaschen werden sichtbar.

Die Größe des Dekubitus veränderte sich nicht nennenswert, allerdings löste sich die Nekrose weiter und so machten auch wir unverändert weiter, bis sich am 08.07.2015 folgender Zustand (Abb. 2.8.4) beim Verbandswechsel zeigte: Die harte Nekrose hatte sich vollständig aufgelöst war nur noch mittig mit dem Wundgrund verbunden. Die Wundränder zeigten sich gut durchblutet, aber auch verquollen. Ich dosierte die Tropfenzahl der Grundmischung auf 5 ggt pro 100 ml NaCl 0,9% herunter, da wir jetzt mit den ätherischen Ölen direkt in die Wundbehandlung gingen.

Ein Verbandwechsel wurde täglich durchgeführt.

Am 15.07.2015 hielten wir den Wundzustand erneut bildlich fest: Langsam zeigte sich uns das gesamte Ausmaß der Schädigung. Da sich die Nekrosereste weiter lösten, bekamen wir einen besseren Blick „in“ die Wunde. Der Dekubitus ging weiter in die Tiefe als wir vermuteten. Es entleerte sich nun mehr Wundsekret, so dass wir 2-mal täglich den Verbandswechsel durchführen mussten. Es schien eine Reinigung einzusetzen. Um das Sekret besser aufzufangen, änderten wir das Verbandmaterial. Wir nutzen jetzt einen sanft haftenden Schaumverband, legten zusätzlich Saugkompressen auf und fixierten alles mit einer transparenten Verbandfolie. So sollte auch der entstehende Wundgeruch eingedämmt werden.

Eine erneute Fotodokumentation am 21.07.2015 zeigte: Die Nekrose hatte sich völlig aufgelöst, dicke Fibrinbeläge „klebten“ am Wundgrund. Die Wundumgebung zeigte gut durchblutete, aber auch weiterhin erhabene Wundränder. Zusätzlich wurden jetzt auch deutlich Wundtaschen sichtbar. Diese wurden mit der Wundpflegemischung ausgespült, dann die gesamte Wunde nochmals ausgiebig besprüht. Die Verbandtechnik behielten wir bei.

Ab dem 25.07.2015 schien eine erneute Reinigungsphase der Wunde einzusetzen, da wieder deutlich mehr Wundsekret gebildet wurde. Die Wunde musste zeitweise 3x täglich verbunden werden, so dass im Team eine neue Versorgung diskutiert wurde. Wir entschieden uns für LIGASANO®, welches passgenau in die Wundhöhle eingelegt wurde. Zusätzlich wurde die Wunde mit einer weiteren Lage abgedeckt und Saugkompressen verwendet. Natürlich wurde auch wieder alles fixiert. Die direkte Wundbehandlung behielten wir bei.

Erste Erfolge zeigten sich schon zwei Tage später. Der Verbandswechsel musste nur noch 2x täglich erfolgen, da deutlich mehr Sekret vom Verbandsmaterial aufgenommen wurde. Die Fibrinbeläge lösten sich zunehmend und der Wundgeruch war deutlich eingedämmt. Die Wunde wurde weiterhin bei jedem Verbandswechsel mit der Wundpflegelösung ausgespült und eingesprüht.

Abb. 7: 02.08.2015: Fibrinbeläge fast vollständig gelöst, Wundhöhle deutlich besser einsehbar.
Abb. 8: 11.08.2015: Wundhöhle gut gesäubert, kein Wundgeruch mehr wahrnehmbar.
Abb. 9: 17.08.2015: Nur noch eine kleine Fibrinauflagerung am Wundgrund vorhanden.

Am 02.08.2015 hielten wir den Wundzustand erneut fotografisch fest: Die Fibrinbeläge hatten sich fast gänzlich gelöst und die Wundhöhle war jetzt deutlich besser einsehbar. Der Wundgrund erschien sauber und gut durchblutet, ebenso wie die etwas aufgequollenen Wundränder. Wundexsudat bildete sich kaum noch und so kam es auch nicht zu einem übermäßigen Wundgeruch. Bei diesem Ergebnis behielten wir die aktuelle Wundversorgung weiterhin bei.

Die nächste Fotodokumentation führten wir am 11.08.2015 durch. Die Wundhöhle hatte sich gut gesäubert und es waren kaum noch Fibrinbeläge vorhanden. Auch die Nekrose hatte sich völlig gelöst. Ebenso war kaum noch Wundgeruch wahrzunehmen und das Wundexsudat hatte in der Menge auch stark abgenommen. Die Wunde zeigte sich weiterhin gut durchblutet ohne Beläge und Wundgeruch.

Ich stellte einen neuen Wundpflegespray zusammen: 2 ggt Weihrauch arabisch (Boswellia sacra), 2 ggt Benzoe siam (Styrax tonkinensis), 1 ggt Kamille blau (Matricaria recutita), 3 ggt Karottensamen (Daucus carota), 4 ggt Lavendel fein (Lavandula angustifolia), 2 ggt Myrrhe (Commiphora molmol), 3 ggt Rosengeranie (Pelargonium graveolens),  5 ggt Sanddornfruchtfleischöl in 200 ml NaCl 0,9 %. Mit dieser Mischung wurde die Wunde täglich im Zuge des Verbandswechsels behandelt.

Die erneute Fotodokumentation fand am 17.08.2015 statt und zeigte am Wundgrund auf 1 Uhr noch eine kleine Fibrinauflagerung angehaftet. Die restliche Wunde war frei von sonstigen Belägen, sezernierte kaum und es war kein Wundgeruch wahrnehmbar. Das Vorgehen bei der Wundbehandlung wurde beibehalten.

Abb. 10: 27.08.2015: Wundgrund frei von Belägen, gute Granulationstendenz.
Abb. 11: 13.09.2015: Wunde sichtlich verkleinert, Wundränder gut durchblutet.
Abb. 12: 27.09.2015: Weitere Reduktion der Wundgröße und -tiefe.

Am 27.08.2015 hielten wird die aktuelle Wundsituation erneut fotografisch fest: Die Fibrinauflagerung auf 1 Uhr hatte sich gelöst, der komplette Wundgrund war somit frei von Belägen. Die Wunde zeigte eine gute Granulationstendenz  und so wurde der Verbandswechsel wie gehabt durchgeführt.

Am 13.09.2015 hatte sich die Wunde sichtlich verkleinert in der Größenausdehnung wie auch in der Tiefe. Die Wundränder stellten sich gut durchblutet dar und so änderten wir das Verbandsmaterial. In die Wundhöhle wurde weiterhin ein Streifen LIGASANO® weiß steril zur Tamponade von evtl. auftretendem Wundsekret eingelegt. Dann wurde die Wunde mit einer Zetuvit-Saugkompresse abgedeckt und mit Opsite-Folie fixiert. Die Wundmischung behielten wir bei.

Am 27.09.2015 hatte sich die Wundtiefe durch Granulationsgewebe weiter verringert. Die Wundränder zeigten sich gut durchblutet und die Wundgröße hatte sich weiterhin verringert. Bei diesem Wundzustand behielten wir die aktuelle Versorgung bei bis zum 6.10.2015. Dann hatte sich ein eitriger-grünlicher Belag auf der Wunde gebildet.

Hinzu kam ein stark übelriechender Wundgeruch und so wurde der Wundpflegespray angepasst: 6 ggt Manuka (Leptospermum scoparium), 6 ggt Niauli (Melaleuca viridiflora), 4 ggt Kamille blau (Matricaria recutita), 10 ggt Lavendel fein (Lavandula angustifolia), 10 ggt Palmarosa (Cymbopogon martini), 4 ggt Immortelle (Helichrysum italicum), 8 ggt Pfefferminz (Mentha piperita), 10 ggt Sanddornfruchtfleischöl in 200 ml NaCl 0,9%. Das Wundmaterial behielten wir bei und führten den Verbandswechsel täglich durch.

Abb. 13: 10.10.2015: Weitere Verkleinerung der Wunde
Abb. 14: 15.10.2015: Weitere Verkleinerung der Wunde
Abb. 15: 25.10.2015: Weitere Verkleinerung der Wunde

Am 10.10.2015, also zwei Tage später, hatte sich der Wundbelag schon deutlich reduziert und es war kein Wundgeruch mehr wahrnehmbar. Wir waren also scheinbar auf dem richtigen Weg und so machten wir weiter.

Eine erneute Fotodokumentation wurde am 15.10.2015 durchgeführt: Der Wundgrund war wieder völlig frei von Belägen und granulierte zusehends. Ein Wundgeruch war nicht mehr wahrzunehmen. Die gesamte Wunde verkleinerte sich von ihrer Größe.

Die letzte Fotodokumentation führten wir am 25.10.2015 durch: Die Heilungstendenz der Wunde war weiterhin ersichtlich. Die Wunde war völlig reizfrei. Die Wundversorgung mittels ätherischer Öle war zu jeder Zeit der Behandlung mit unserem betreuenden Ärzteteam abgesprochen. Da sich der Allgemeinzustand des Herren stabilisiert hatte, war die Unterbringung in einem Hospiz nicht mehr passend. Mit der Familie war im Vorfeld schon nach einer besseren Unterbringung für ihn gesucht wurden und so fand am 26.10.2015 die Verlegung in ein Altenheim statt.

Unser Gast hat sich nach fast einem Monat dort sehr gut eingelebt und genießt seine gewonnene Lebensqualität. Hat er bei uns doch überwiegend im Bett immer in der gleichen Position liegen wollen, wird er dort regelmäßig in den Rollstuhl mobilisiert und nimmt am Beschäftigungsprogramm teil.

 

Autorin: Tanja Kapell, Fachkrankenschwester für Anästhesie und Intensivpflege, Aromaexpertin, Bodelschwingh-Hospiz Haus Franz, Dülken

Fallbeispiel 9: Wundreinigung & Wundbehandlung mit LIGASANO® bei Dekubitus

Patientendaten und Anamnese:

53jähriger dunkelhäutiger Mann mit kompletter Paraplegie sub Th8 nach Arbeitsunfall 1996, Z.n. rezidivierenden Dekubitalulzerationen in den vergangenen Jahren, Colostoma Anlage Dezember 2015, VY Plastik gluteal 2017; Z.n. Anasarka, Kardiomyopathie, Diabetes mellitus Typ II.

Aktuell großflächiges, superinfiziertes Dekubitalulkus Stadium 4 sakral:

  • Länge 13 cm, Breite 7 cm, Tiefe ca. 1 cm, Wundrand 0,2 cm unterminiert
  • Wundrand sehr stark mazeriert
  • keine Entzündungszeichen
  • Exsudat mittelmäßig, Geruch unauffällig, Beläge (Biofilm) sichtbar
  • Blutungsneigung nach mechanischem Débridement

Wundbehandlung:

Mit steriler Wundspüllösung getränkte Kompressen wurden für 15-20 Minuten auf die Wunde aufgelegt, danach wurde der Biofilm mit LIGASANO® Wundputzer® Intensiv entfernt. Anschließend Einlage von LIGASANO® weiß steril Wundband mini in die Wunde, Abdeckung mit LIGASANO® weiß steril 10x10x1cm, Sekundärabdeckung mit unsterilem LIGASANO® weiß. Die Fixierung erfolgte mit Fixomull stretch und Softhose.

Abb. 1: 12.04.2017: Wundzustand vor Beginn der Behandlung mit LIGASANO® PUR-Schaumverband
Abb. 2: 12.04.2017: Mechanisches Débridement mit LIGASANO® Wundputzer® intensiv
Abb. 3: 18.04.2017: Wunde mit LIGASANO® weiß unsteril zur Druckentlastung gepolstert, mit Klebefolie fixiert. Dient der Druckentlastung.
Abb. 4: 21.04.2017: Minimale Unterminierungen mit LIGASANO® Wundband mini ausgelegt, deutliches Exsudat im Sekundärverband erkennbar, täglicher Verbandswechsel erforderlich.
Abb. 5: 27.04.2017: Verschmelzung vom Wundgrund mit dem Wundrand hat deutlich zugenommen, die Wundtiefe hat abgenommen.
Abb. 6: 05.05.2017: Wunde vollständig mit LIGASANO® weiß Wundband mini bis zum Wundrand austamponiert
Abb. 7: 15.05.2017: Rosiger, gut ernährter Wundgrund, beginnende Epithelisierungsphase erkennbar
Abb. 8: 22.05.2017: Wunde mit LIGASANO® Wundband mini streifenförmig ausgelegt, weiterhin täglicher Verbandswechsel
Abb. 9: 30.05.2017: Wundgrund reagiert mäßig, pigmentloser Wundrand hart und gut ernährt

Zwischenbilanz nach zweimonatiger Behandlung mit LIGASANO®:

Die Wunde entwickelt sich im Verlauf relativ langsam in Richtung Heilung. Nur kleine Schritte in die richtige Richtung sind erkennbar. Begleiterkrankungen am Patienten erschweren den Prozess. Intensive Kontrollen und Durchhaltevermögen waren hier besonders gefragt. Intensive Zusammenarbeit mit dem Team war erforderlich. Gute Absprachen mit dem Hausarzt unerlässlich.

Abb. 10: 13.06.2017: Wundrand wirkt verhornt und avital, zeigt jedoch steigende Aktivität in Richtung Verbindung zum Wundgrund, Wunde ist nun deutlich kleiner; sauberes Wundbett.
Abb. 11: 20.07.2017: Wunde zeigt weiterhin kleine Entwicklungsschritte, ein entgleister Diabetes und weitere Wunde am Trochanter bremsen den Heilungsprozess aus.
Abb. 12: 25.07.2017: Chirurgisches Débridement in der BG Klinik Murnau
Abb. 13: 12.09.2017: Trotz reichlich Exsudat und massivem Biofilm hat sich ein nahtloser Übergang vom Wundgrund zum Wundrand entwickelt.
Abb. 14: 07.11.2017: Nach Trochanter OP und stabilen BZ-Werten nun rasanter Fortschritt; Wunde um die Hälfte verkleinert; Wundrand weich, pigmentlos geblieben, gut ernährt.
Abb. 15: 14.12.2017: Wunde geschlossen! weiche, rosige Hautbildung am Wundgrund, Wundrand geebnet.
Abb. 16: 28.05.2018: Der Patient benutzt seit kurzem präventiv die LIGAMED® Fersenschuhe zusammen mit einer Einlage aus unsterilem LIGASANO® weiß

Fazit:

Auf Rücksicht der Freiheitswünsche des Patienten (tägl. mehr als 6-stündige Ausflüge mit dem Rollstuhl, bzw. tägliches Duschen), dem generell desolaten Allgemeinzustandes (Nieren-, Schilddrüsen- und BZ-Werten) und einer stark infizierten Fistelgangwunde am Trochanter, ist die Wunde unter Beachtung steriler Wundversorgung abgeheilt. Die Grundbedingungen bei einem Patienten mit Querschnitt sind aufgrund der schwer einschätzbaren Hauttemperaturschwankungen (Schweißbildung, Auskühlung oder Überwärmung) eine große Herausforderung in der Wundbehandlung. Ein guter Erfolg in nur 8 Monaten.

Autoren: Advivo ambulante Beatmung GmbH, München, unter der Leitung von Carola Boser, PDL, Dr. med. Luis Antonio da Silva Jäger, München