Glossar

Alle Einträge im Überblick

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Adhäsion, interzelluläre

Anhaftung von Zellen an Proteine der extrazellulären Matrix

afferent

zu einem Organ hinführend

Aktinfilamente

Fadenförmige Proteinstrukturen in eukaryotischen Zellen; bestehen hauptsächlich aus dem Protein Aktin

Aktivkohle

Medizinische Kohle aus porösem, feinkörnigem Kohlenstoff

Alginat

Salz der Alginsäure

Alginsäure

strukturgebendes Element der Zellwände von Braunalgen

Allergien

LIGASANO® weiß ist nach heutigem Erkenntnisstand allergieneutral. Dennoch treten bisweilen Hautreaktionen auf.

  • Hautrötungen sind eine typische Nebenerscheinung von besserer Durchblutung.
  • Bläschenbildung wird selten beobachtet, immer in Verbindung mit starkem Schwitzen. Gegenmaßnahmen siehe Schwitzen auf LIGASANO®.
  • Aufgeriebene Haut kann entstehen, wenn zwischen LIGASANO® und der Haut eine starke Friktion durch Bewegungen entsteht.
    Gegenmaßnahme: LIGASANO® gegen Verrutschen gegenüber der Haut sichern, am Körper fixieren. Siehe auch Fixierung von LIGASANO®.
  • Hauterscheinungen bei gleichzeitiger Verwendung von anderen Präparaten, siehe Salben, Wechselwirkungen mit LIGASANO®.

Allysin

Lysin-Derivat, Bestandteil von Elastin und Kollagen

Amputation

Abtrennung eines Körperteils

Amyloidose

Anreicherung von abnorm veränderten Proteinen im Interstitium

Anagenphase

Wachstumsphase des Haares

Anastomose

Verbindung zwischen zwei anatomischen Strukturen

Angiogenese

Ausbildung neuer Gefäßstrukturen, wichtiger Reparaturprozess der Wundheilung

Angiopathie

Gefäßerkrankung; im engeren Sinn arteriosklerotische Veränderungen der Arterien

Antibiotikum (Pl. Antibiotika)

Arzneimittel zur Behandlung bakterieller Infektionskrankheiten

Antigen („Antibody generating“)

Stoffe, an die sich Antikörper spezifisch binden können

Antimykotikum (Pl. Antimykotika)

Arzneimittel zur Behandlung von Pilzerkrankungen (Mykosen)

apokrin

„absondernd“; neben Schweiß auch Teile ihrer Zellen absondernde Schweißdrüsen

Apoptosis

Programmierter Zelltod

Arteriosklerose

Arterienverkalkung; Systemerkrankung der Arterien, die zu Ablagerungen von Blutfetten, Thromben, Bindegewebe in den Gefäßwänden führt

Assessment

Bewertung, Beurteilung, Einschätzung

asymptomatisch

ohne Symptome/Krankheitszeichen

Atrophie blanche

Auf der Haut sichtbare Folgen von Gefäßerkrankungen; kleinflächige weiße Stellen von meist derber, narbiger Konsistenz

avital

nicht lebend, tot (z.B. Gewebe)

AZO-Farben

In LIGASANO® nicht enthalten.

bakteriostatisch

Bakterienwachstum hemmend

bakterizid

Bakterien abtötend

Basalmembran

Mehrschichtige extrazelluläre Struktur zwischen Epithel- und Bindegewebe; dermo-epidermale Junktionszone

B-Lymphozyt

Bildet nach Antigenkontakt Antikörper, ist Bestandteil des adaptiven Immunsystems

Cell junctions

Zellverbindungen, direkte Berührungsstellen von Zellen

Charcot-Fuss

Erkrankung des Fußes, v.a. bei Diabetikern, benannt nach dem Neurologen Jean-Martin Charcot; Syn. Neuroarthropathie

Chemokine

(=chemotaktische Zytokine), Signalproteine, lösen bei Zellen eine Wanderungsbewegung aus

Chemotaxis

Beeinflussung der Fortbewegungsrichtung von Zellen durch Stoffkonzentrationsgradienten

Cholesterin

Wichtiger Bestandteil der Plasmamembran

Cholezystektomie

Gallenblasenentfernung

Chondroitinsulfat

Mucopolysaccharid, gehört zu den Glykosaminoglykanen

Chondrozyt

Knorpelzelle

Chromatin

Komplex aus DNA und speziellen Proteinen

Chromosom

Makromolekülkomplex, der Gene enthält; besteht aus DNA, die mit vielen Proteinen verpackt ist

Chronische Wunden

Wunden, die nicht oder nur sehr schlecht verheilen. Ursache sind Wundheilungsstörungen (siehe auch Wundheilungsstörungen) die behandelt werden müssen, um einen Wundheilungserfolg zu erreichen.

Claudicatio intermittens

Syn. Schaufensterkrankheit, „kurzzeitiges Hinken“; wegen Durchblutungsstörungen treten nach kurzer körperlicher Aktivität Schmerzen durch Sauerstoffmangel auf und die Patienten bleiben oft vor Schaufenstern stehen, bis die Schmerzen nachlassen

Clavus

„Hühnerauge“, Hornschwielenbildung mit in die Tiefe gerichtetem Sporn

Connexine

Transmembranproteine, ermöglichen den direkten Austausch von Molekülen zwischen benachbarten Zellen

Corona phlebatica paraplantaris

Variköser Venenkranz, Zeichen einer chronischen venösen Insuffizienz (CVI)

Cortex

Faserschicht, Faserstamm; Keratin-Faserbündel im Haar

Cuticula

Schuppenschicht, äußere Rindenschicht des Haares

Cutis / Kutis

Haut

Cytokin

siehe Zytokin

Cytoplasma

siehe Zytoplasma

Cytoplasmatische Organellen

siehe Zytoplasmatische Organellen

Cytoskelett

siehe Zytoskelett

Cytosol

siehe Zytosol

Darreichungsformen

Klicken Sie bitte hier.

DAS GRÜNE KLIMAGITTER®

Alternative Bezeichnung von LIGASANO® grün.

Débridement

Entfernung von nekrotischem Gewebe aus Wunden

Debris

Organisches avitales Material

Deformation

Durch äußere Einflüsse entstandene Missbildung/Verformung

Dekubitus

Syn. Dekubitalulkus, Druckgeschwür

Druckspannung

"Druck erzeugt identischen Gegendruck", sagt sinngemäß Newton. Wenn ein elastisches Material unter Druck verformt wird, drückt es mit dem gleichen Gegendruck zurück. Das nennt man Druckspannung.
LIGASANO® hat die Eigenschaft, sich schnell an die neue Form, die durch den Druck entsteht, zu gewöhnen. Technisch ausgedrückt verliert LIGASANO® einen großen Teil seiner Druckspannung.
Wird LIGASANO® mit Kompression (max. 50% Verformung) in die Wunde eingebracht, geht der größte Teil der Kompression nach kurzer Zeit verloren. Was bleibt, ist der Kontakt mit Haut bzw. Wunde.
So können Wunden einfach und schnell perfekt versorgt werden.


Wundversorgung einfach und schnell
LIGASANO® immer etwas größer als den Wunddurchmesser und etwas dicker als die Wundtiefe zuschneiden und mit leichter Kompression in die Wunde einbringen.


Das Ziel: Vollflächiger Wundkontakt



Die anfängliche Kompression lässt schnell nach, der erforderliche Wundkontakt bleibt.

Durchblutungsförderung

Mangeldurchblutung ist die häufigste Ursache für die Entstehung chronischer Wunden und gleichzeitig die Hauptursache, weshalb solche Wunden nicht oder nur schlecht heilen. Siehe auch Wundheilungsstörungen.
Ist ein Körpergebiet nicht oder nicht ausreichend durchblutet, stirbt es ab oder es entsteht eine nichtheilende Wunde.
LIGASANO® weiß bewirkt eine lokale Durchblutungsförderung im Kontaktgebiet mit Haut bzw. Wunde und senkt damit das Risiko der Entstehung mangeldurchblutungsbedingter Wunden bzw. fördert deren Heilung in allem Phasen. Mit der Größe der Anwendung über das Wund- bzw. Risikogebiet hinaus erhöht sich das Einflußgebiet der lokalen Maßnahme. Die Nähr-, Sauerstoff- und Abwehrstoffversorgung der Wunde oder des Risikogebietes wird verbessert, Stoffwechselprodukte werden abtransportiert. Die Reinigung der Wunde von Keimen, Belägen und selbst trockenen Nekrosen wird durch natürliches verstärktes Sezernieren der Wunde, ohne weiteres Zutun, erreicht. Siehe auch Wundreinigung.
Die durchblutungsfördernde Wirkung wird durch einen mechanischen Reiz erreicht, der durch die besondere Oberflächenbeschaffenheit von LIGASANO® weiß im Kontakt mit Wunde oder Haut und durch die unwillkürlichen Körperbewegungen (Muskelreflexe, Atmung, Herzschlag) entsteht.

Doppler-Sonographie

Ultraschall-Untersuchung, zum Messen der Fließgeschwindigkeit des Blutes in den Gefäßen

Dissemination

Verteilung von Erregern in einem Organ

diploid

Vorhandensein eines doppelten
Chromosomensatzes (Genetik)

Detritus

Zelltrümmer

Desmosomen

Zellstrukturen in Zellmembranen, die enge Verbindungen zwischen zwei Zellen herstellen; verbessern den mechanischen Zusammenhalt

Desmosin

Aminosäure, Komponente des Faserproteins Elastin

Dermis

Lederhaut, mittlere der drei Hautschichten

Dermatophyten

Fadenpilze, die eine Pilzinfektion der Haut (Dermatophytose) auslösen; Dermatophyten ernähren sich von Kohlenhydraten und Keratin

Dermatoliposklerose

Verhärtung des subkutanen Bindegewebes

Dermatansulfat

Mucopolysaccharid, gehört zu den Glykosaminoglykanen

Dentritische Zellen

Zellen des Immunsystems

Demenz

Verlust bereits erworbener Denkfähigkeiten

Ernährung

Eine nährstoffreiche, insbesondere einweißreiche Ernährungstherapie kann helfen, das Wundliegen einzudämmen, berichtet Marion Hönig, Dipl.-Oecotrophologin der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen. Nach einer aktuellen Studie der Humboldt-Universität Berlin sind 37% der Patienten in den kontaktierten Krankenhäusern und sogar 65% der Bewohner von Pflegeheimen dekubitusgefährdet.1
Gezielte Therapiemaßnahmen u.a. durch eiweißreiche Nahrung wirken der gestörten Wundheilung entgegen. Eine optimale Ernährung bei der Dekubitustherapie und -prophylaxe besteht aus eiweißreicher Kost, ausreichender Flüssigkeitszufuhr, der Gabe von Zink, Vitamin B12 und ggf. Multivitaminpräparaten, erklärt Hönig. Sinnvoll ist auch der Einsatz von Immunonutrition, die immunologisch wirksame Nährstoffe wie Arginin, RNS-Nukleotide und Omega-3-Fettsäuren enthalten. Des weiteren empfehlen sich ergänzend bilanzierte Diäten wie Trinknahrungen, die speziell für den Dekubituspatienten entwickelt wurden und Nährstoffe enthalten, die für die Wundheilung unentbehrlich sind. Die Nährstoffdefizite lassen sich durch Laborparameter in Blut und Urin feststellen. Vor allem das Eiweiß Albumin ist essentiell für die Heilung von Wunden.2 Sobald ein Ausgleich der Defizite stattfindet, wirkt sich dies positiv auf die Wundheilung aus.


1 http://www.charite.de/ch/pflege/forschung
2 www.hartmann.info/shortcuts/literatur.html

Hier geht´s zum Merkblatt Geeignete Ernährung

Exsudataufnahme

Hier unterscheiden wir
1.) die Anwendung als Wundabdeckung: LIGASANO® weiß hat nur von einer Seite Wundkontakt, die Aufnahmefähigkeit liegt, je nach Viskosität des Exsudats (unsere Messungen wurden mit Wasser gemacht), bei etwa 30 Vol.-% bzw. 1500 Gew.-% bzw. 0,3ml/cm3
2.) die Anwendung als Wundeinlage: LIGASANO® weiß hat an allen Seiten Wundkontakt, die Aufnahmefähigkeit liegt hier bei bis zu 90 Vol.-% bzw. 4500 Gew.-% bzw. 0,9ml/cm3

Wie stark ist die Exsudataufnahme von LIGASANO® weiß?

Hier unterscheiden wir
1.) die Anwendung als Wundabdeckung: LIGASANO® weiß hat nur von einer Seite Wundkontakt, die Aufnahmefähigkeit liegt, je nach Viskosität des Exsudats (unsere Messungen wurden mit Wasser gemacht), bei etwa 30 Vol.-% bzw. 1500 Gew.-% bzw. 0,3ml/cm3
2.) die Anwendung als Wundeinlage: LIGASANO® weiß hat an allen Seiten Wundkontakt, die Aufnahmefähigkeit liegt hier bei bis zu 90 Vol.-% bzw. 4500 Gew.-% bzw. 0,9ml/cm3

Exsudatmanagement

Ein Modebegriff, der in erster Linie gut klingen soll, aber nichts anderes aussagt, als dass Exsudat von der Wundauflage in geeigneter Form aufgenommen wird. Der frühere Begriff dafür war Saugfähigkeit oder Saugwirkung. Im Zusammenhang mit LIGASANO® sprechen wir von kontrollierter Saugwirkung (siehe Wundreinigung).

extrakorporal

Außerhalb des Körpers

Exsudationsphase

Syn. Reinigungs- oder Inflammationsphase; Fremdkörper und Keime werden leichter aus der Wunde herausgeschwemmt

Exsudat

Absonderungen, meist entzündlich bedingt

Eukaryoten

Lebewesen, deren Zellen einen Zellkern besitzen

Erythem

Hautrötung

Eponychium

Epithel, das in der Nageltasche dorsal zur Nagelplatte aufliegt

Epitheliesierungsphase

Reparationsphase, Einwanderung von Epithelzellen

Epithel(gewebe)

Bezeichnung für Deck- und Drüsengewebe; ein- oder mehrlagige Zellschichten

Epidermis

Oberhaut, äußerste Schicht der Haut

enzymatisch

nur unter Beteiligung von Enzymen ablaufende Stoffwechselreaktionen

Enzym

Biochemischer Katalysator, beschleunigt biochemische Reaktionen

Endotoxine

Zerfallsprodukte (Teile der Zellmembran) gramnegativer und Cyano-Bakterien

Endothelzellen

Zellen der innersten Wandschicht von Lymph- und Blutgefäßen

Endoplasmatisches Retikulum (Abk. ER)

Membran-Netzwerk eukaryotischer Zellen aus Röhren, Bläschen und Zisternen

Elephantiasis

Extreme Vergrößerung eines Körperteils durch Lymphstau; meist an Beinen oder Geschlechtsteilen

Eleidin

Intrazelluläres Protein im Stratum lucidum der Haut

Elastin

Faserprotein für Formgebung und Halt, verleiht der Haut Elastizität

ekkrin

„absondernd“, Schweiß absondernde Zellen ohne Verlust von Zytoplasma oder Teilen der Zelle

Feuchte Wundversorgung

(siehe auch Verkleben mit der Wunde )

Die LIGASANO® - Wundbehandlung ist immer eine feuchte Wundbehandlung. Die Feuchtigkeit wird aber typischerweise nicht, wie bei vielen anderen Präparaten, von außen eingebracht, sondern in der Wunde selbst generiert.
Siehe auch Durchblutungsförderung.

Fisteln

Werden am besten mit dem LIGASANO® weiß Wundband behandelt. Das sterile Wundband in der Größe 300 x 2,5 x 0,4 cm kann einfach mit einer Pinzette eingebracht werden und legt sich leporelloartig an die Wundfläche. Wenn die Fistel nicht zu sehr verästelt ist, kann ohne chirurgische Intervention behandelt werden.
Die besonderen Vorteile der Wundband - Anwendung finden Sie unter Tiefe Wunden mit engem Eingang.

Fixierung

Die Fixierung von LIGASANO® weiß muss immer luftoffen sein, niemals okklusiv.
Nachfolgend einige Möglichkeiten, mit subjektiver Benotung durch den Autor.



Praxisnote mangelhaft

Fixierung mit Heftpflaster-Streifen

Hält nicht besonders gut und kann kleinflächig Zug auf die Haut ausüben. Auch "hautfreundliche" Pflaster belasten die Haut beim Abziehen.



Praxisnote befriedigend

Großflächiges, luftdurchlässiges Klebepflaster
z. B. Fixomull stretch

Relativ teuer, hält recht gut, Hautbelastung beim Abziehen.



Praxisnote gut

Netzhöschen, Fixierhöschen, Netzschlauch, Schlauchverband

Keine Hautbelastung, einfach zu wechseln, evtl. mehrfach verwendbar.

Nachteil: Bremst gegenüber Textilien. Wenn der Patient herumrutscht,
kann auch die Fixierung und LIGASANO® verrutschen



Praxisnote sehr gut

Damen-Nylonstrumpfhosen oder Teile davon

Sehr preiswert (-,40 bis -,90 €), evtl. mehrfach verwendbar.
Die billigste Ware ist für diese Anwendung die beste Qualität, weil weitmaschig und luftdurchlässig. Können beliebig zerschnitten werden und ersetzen so jedes Fixierhöschen und jeden Schlauchverband.

Vorteil: Das Nylonmaterial gleitet gut über Textilien, bremst aber gegenüber LIGASANO®. Auch wenn der Patient im Bett herumrutscht, bleibt LIGASANO® am Platz.

Friktion

Reibung

Follikel

Haarbalg

Filament

Fadenförmige Zellstruktur

Fibrozyten

Unbewegliche Zellen des Bindegewebes, verbinden die Zellen untereinander und stabilisieren das Bindegewebe

Fibronektin

Glykoprotein der extrazellulären Matrix

Fibroblast

Bindegewebszelle, die hauptsächlich Kollagen produziert

Fibrinolyse

Syn. Fibrinspaltung, körpereigene Auflösung eines Blutgerinnsels

Fibrin

Für die Blutgerinnung wichtiges Protein

Fibrill

Kleine, dünne Fasern

Faszien

Weichteil-Komponenten des Bindegewebes; kollagenes Bindegewebe

Gel und LIGASANO®

Siehe unter Salben

Granulozyt

Gehört zu den weißen Blutkörperchen (Leukozyten); zur unspezifischen Erregerbekämpfung

Granulationsphase

Syn. Proliferationsphase, Auffüllung des Wunddefekts mit Bindegewebe

Granulationsgewebe

Form des Bindegewebes im Laufe der Wundheilung

Golgi Apparat

Bestandteil eukaryotischer Zellen in der Nähe des Zellkerns

Glykosaminoglykan (GAG)

Mucopolysaccharid, Kohlenhydratseitenketten der hochmolekularen Proteoglykane

Glykoproteine

Makromoleküle, bestehend aus einem Protein und einer oder mehreren Kohlenhydratgruppen u.a. Bestandteil der Zellmembran

Glykolyse

Abbau von Monosacchariden, Teil des Glukosestoffwechsels, findet im Cytoplasma der Zelle statt

Glykolipide

Mono- oder Oligosaccharide, glycosidisch gebunden an ein Lipid-Molekül, u.a. Bestandteil der Zellmembran

Glykokalyx

Schicht an der Außenseite der Zellmembran eukaryotischer Zellen

Glycin

Nicht-essentielle Aminosäure, wichtiger Bestandteil der meisten Proteine

Gen

Abschnitt auf der DNA, enthält Erbinformationen

Gelatinase

Proteolytisches Enzym, gehört zu den Matrixmetalloproteasen (MMP)

Gap junctions

Zellverbindungen, die das Cytoplasma benachbarter Zellen miteinander verbinden

Gangrän

Gewebenekrose

Haltbarkeit von LIGASANO®

Es ist fast so wie bei Salz und Pfeffer, bei denen ebenfalls ein Haltbarkeitsdatum angegeben werden muss. Theoretisch wäre LIGASANO® endlos haltbar, wenn es zuverlässig gegen Licht und Feuchtigkeit geschützt ist. Wir garantieren vom Produktionsdatum an eine Haltbarkeit von 5 Jahren, bei sachgerechter Lagerung. Nicht mehr verwendet werden sollte LIGASANO®, wenn es stark vergilbt ist oder bröselt.

Historie LIGAMED®, LIGASANO® weiß, LIGASANO® grün

LIGASANO® wurde entwickelt vom damaligen Chefarzt der Hautklinik Nürnberg, Herrn Prof. Dr. Gerhard Weber und seinem Oberarzt Dr. Karl-Heinz Galli. Das war Ende der 70er Jahre.
Seit 1985 wird LIGASANO® von der LIGAMED® medical Produkte GmbH weiterentwickelt. Bis heute gibt es kein vergleichbares Präparat am Markt, weder hinsichtlich der Wirksamkeit noch hinsichtlich der breiten und risikoarmen Anwendbarkeit.

Hyponychium

Nagelbett

Hypomotilität

Verringerte Bewegungsaktivität

Hypoalbuminämie

Verminderte Konzentration von Albumin im Blutplasma

Hypertension

Syn. Hypertonie, Hochdruck

Hyperämie

Übermäßiges Blutangebot im Gewebe, meist durch Gefäßweitstellung

Hydroxyprolin

Aminosäure, die chemisch gebunden im Kollagen des Bindegewebes vorkommt

Hydroxyharnstoff

Zytostatikum, hemmt Ribonuklein-Reduktase

Hydrolyse

Spaltung einer chemischen Verbindung durch Reaktion mit Wasser

Hydrokolloide

Polysaccharide und Proteine, die in Wasser als Kolloide in Lösung gehen und ein hohes Vermögen zur Gelbildung zeigen

Hydrogel

Wasser enthaltendes Gel auf Polymerbasis, dessen Moleküle zu einem dreidimensionalen Netzwerk verknüpft sind

Hydrofiber

Natriumcarboxymezhylcellulose, bildet bei Kontakt mit Exsudat ein formstabiles Gel

Hyaluronsäure

Mucopolysaccharid, gehört zu den Glykosaminoglykanen

Histiozyt

Gewebsmakrophage; ortsständige Form eines Makrophagen

heterotopisch

an atypischer Stelle vorkommend oder entstehend

Heparansulfat

Mucopolysaccharid, gehört zu den Glykosaminoglykanen

Hemidesmosomen

Haftkomplexe, die die Verbindung zwischen Epithelzellen und der Basalmembran herstellen

Hallux valgus

Schiefstand der Großzehe

Hämostase

Blutstillung; physiologischer Prozess in drei Schritten, führt den Stillstand einer Blutung herbei

Hämatpoese, Hämatopoiese

Blutbildung

Hämatom

Bluterguß, blauer Fleck

Ischämie

Minderdurchblutung

Inzidenz

Anzahl der Neuerkrankungen in einer bestimmten Zeitspanne

Intertrigo

Durch Reibung entstandene rote, juckende und nässende Hautdefekte in Hautfalten

Intermediärfilamente

Proteine des Zytoskeletts eukaryotischer Zellen

interdigital

zwischen Fingern oder Zehen

Insuffizienz

Eingeschränkte Funktions- bzw. Leistungsfähigkeit

Innexine

Proteinfamilie, beteiligt am Aufbau der Zell-Zell-Kanäle der Gap junctions

Infektion, systemische

Erreger breiten sich über ein gesamtes Organsystem oder den ganzen Organismus aus

Inflammationsphase

Siehe Exsudationsphase

Immunsuppression

Unterdrückung des Immunsystems

Kontraindikationen

LIGASANO® ist allergieneutral, wirkt im Hautkontakt durch seinen mechanischen Reiz durchblutungsfördernd, besitzt eine kontrollierte Saugfähigkeit und schnell nachlassende Druckspannung. Diese Wirkungen sind bei jeder Anwendung zu bedenken. Bei Karzinomen könnte sich die Durchblutungsförderung z.B. negativ auswirken, wirkliche Kontraindikationen sind uns aber nicht bekannt.

Kosten

Bei den Kosten muss unterschieden werden zwischen

  1. reinen Produktkosten pro Stück
  2. Produktkosten pro Anwendung
  3. Produktkosten pro Tag
  4. Produktkosten pro Therapie bis zum Erfolg
  5. Gesamtkosten inkl. Personalkosten bis zum Therapieerfolg.

Bei klinischer Versorgung dürfte der bestimmende Kostenfaktor sein, nach welcher Zeit der Patient die Klinik verlassen kann.
An sich sind die Punkte 1 bis 4 bedeutungslos, wenn die Bilanz bei Punkt 5 positiv ausfällt. Ein wirklicher Vergleich ist seriös allerdings nur bei Punkt 1, 2 und 3 möglich, da bei Punkt 4 und 5 der Erfolg entscheidend vom allgemeinen Umfeld und dem Zustand des Patienten abhängig ist. Es gibt hier einfach eine unendliche Zahl an unterschiedlichen Voraussetzungen, zwei wirklich vergleichbare Patienten sind schwer zu finden.

Kutis

Haut

Kortikoide

Steroidhormone

Korneozyten

Abgestorbene und verhornte Keratinozyten

Kontraktur

Funktions- und Bewegungseinschränkung durch Verkürzung von Sehnen, Muskeln, Bändern

Kontraktion

Zusammenziehung

Kontamination

Verunreinigung eines Objekts

kongenital

angeboren

Kompression

Ausübung von Druck auf ein Gewebe

Kolonisation

Besiedlung durch Mikroorganismen

Kollagen

Strukturprotein des Bindegewebes

Koagulation

Gerinnung (von Blut oder Lymphe)

Kernporen

Kanäle in der Kernmembran eukaryotischer Zellen; erlaubt den Transport bestimmter Moleküle in und aus dem Zellkern

Kernmembran

Hülle des Zellkerns

Kernlamina (Lamina fibrosa nuclei)

Proteinschicht auf der Innenseite der Kernmembran

Keratohyalin

Sammelt sich bei der Verhornung im Stratum granulosum und im Stratum spinosum in Form kleiner Körnchen innerhalb der Zellen an

Keratinozyten

Horn bildende Zellen

Keratin

Faserprotein, Hauptbestandteil von Haaren, Finger- und Zehennägeln

Keratansulfat

Mucopolysaccharid, gehört zu den Glykosaminoglykanen

Katagenphase

Übergangsphase des Haares

Karyoplasma

Kernplasma

Kapillaren

Kleinste Blutgefäße

Kalzifikation (Calcifikation)

Verkalkung, Kalkablagerung in Geweben

Lysosom

Zellorganelle für intrazelluläre Verdauung

Lysyloxidase

Enzym, vorwiegend im extrazellulären Raum des Bindegewebes

Lysin

Aminosäure

Lymphozyt

Bestandteil des adaptiven Immunsystems

Lunula

Nagelmond; Bereich in dem die Substanz der Nagelplatte gebildet wird

Lipiddoppelschicht

Bestandteil der Zellmembran, besteht aus Lipiden mit hydrophilem und hydrophobem Anteil; nahezu undurchlässig für polare Moleküle oder Makromoleküle

Lipid

Umgangssprachlich „Fett“; Lipide unterteilen sich in Fettsäuren, Triacylglyceride, Wachse, Phospholipide, Sphingolipide, Lipopolysaccharide und Isoprenoide

Lipoproteinmembran

Zellmembran aus Lipiden und Proteinen

Lipase

Enzym, das Fette (Lipide) in Glycerin und freie Fettsäuren aufspaltet

Leukozyt

Weiße Blutzelle, -körperchen

Langerhans Zellen

Zellen des Immunsystems

Lamin

Protein des Zytoskeletts eukaryotischer Zellen

Läsion

Schädigung, Verletzung

Lagerhaltung, Bedingungen

Gegen Licht, Feuchtigkeit, offenes Feuer, Glut und Temperaturen über 70°C geschützt lagern, s. a. Beipackinformation.

Latex

LIGASANO® ist latexfrei.

LIGASANO® weiß

Hauptanwendungsgebiete: Wundheilung, Prävention, Hautpflege
Chemisch voll vernetztes Polyurethan (PUR) mit folgenden Haupteigenschaften

  • Lokale Durchblutungsförderung im Haut- und Wundkontakt (siehe Durchblutungsförderung)
  • Wundversorgung einfach und schnell durch schnell nachlassende Druckspannung (siehe Druckspannung)
  • Kontrollierte Saugwirkung. Exsudatüberschuss wird zuverlässig aufgenommen, die Wunde bleibt stets feucht-warm.
  • kein Verkleben mit der Wunde
  • Schutz gegen Umwelteinflüsse wie Temperatur, Anflugkeime, Stoss, Druck
  • gebremst luftdurchlässig - Gasaustausch
  • keimarm oder steril lieferbar, auch vor Ort sterilisierbar mit Wasserdampf bei 134°C / 3 Minuten
  • allergieneutral
  • Medizinprodukt nach MDD 93/42 EWG Anhang 2, Klasse IIb

LIGASANO® grün

Hauptanwendungsgebiete: Hautbelüftung, Hautklimatisierung, Patientenlagerung
Chemisch voll vernetztes Polyurethan (PUR) mit folgenden Haupteigenschaften

  • ungehindert luftdurchlässig
  • keine Temperaturisolierung
  • verhält sich wie ein Sieb
  • dauerelastisch wie Schaumgummi
  • waschbar, desinfizierbar, sterilisierbar
  • Medizinprodukt nach MDD 93/42 EWG Klasse IIb

Luftdurchlässigkeit

LIGASANO® weiß ist gebremst luftdurchlässig. Damit wird ab 2 cm Dicke eine ausreichende thermische Isolierung gewährleistet, ohne den Gasaustausch bei der Wundbehandlung zu behindern.

LIGASANO® grün ist nahezu ungehindert luftdurchlässig. Es entsteht keine thermische Isolation, unabhängig von der Dicke.

Mechanischer Reiz

(siehe auch Durchblutungsförderung)

LIGASANO® weiß übt im Wund- und Hautkontakt durch seine Oberflächenbeschaffenheit und die unwillkürlichen Körperbewegungen einen durchblutungsfördernden mechanischen Reiz aus.

Moderne Wundversorgung

Ein Modebegriff, der für Wundauflagen mit zusätzlichen Eigenschaften verwendet wird. Beispiele: Hydrokolloide, Alginate, Aktivkohleauflagen, etc. Insbesondere bei chronischen Wunden lenkt der Begriff von den tatsächlich nötigen Maßnahmen ab. Es klingt so, als ob die "moderne Wundversorgung" tatsächlich Wunden heilen könnte, was aber natürlich nicht stimmt (siehe Wundheilungsstörungen ). Tatsache ist, dass der Organismus des Patienten in die Lage versetzt werden muss, die Wunde zu heilen. Bei chronischen Wunden ist dabei das Hauptaugenmerk darauf zu richten, dass die Wundheilungsstörungen beseitigt werden.
Die in den Vordergrund gestellte "moderne Wundversorgung" erfüllt beim Wundheilungsprozess im Wesentlichen sekundäre Aufgaben.

MRSA - Methicillinresistenter Staphylococcus aureus

Staphylococcen - auch Staphylococcus aureus - gehören zu den normalen Besiedlern von Haut und Schleimhäuten. Etwa 20 - 60% der Menschen beherbergen diesen Keim in relativ großer Anzahl im Nasen-Rachenbereich. Bei medizinischem Personal muss sogar von noch höheren Trägerraten ausgegangen werden. Auf der anderen Seite kann Staphylococcus aureus unter bestimmten Umständen jedoch auch lebensbedrohliche Infektionen hervorrufen. Er kann als typischer Eitererreger bei Abszessen, Furunkeln, Wundinfektionen und Impetigo contagiosa beteiligt sein. Zudem können Osteomyelitiden (Knochenmarkentzündungen), Pneumonien (Lungenentzündungen), Sepsis (Blutvergiftung) und Endokarditis (Herzmuskelentzündungen) von diesem Keim hervorgerugen werden.
Nachdem im Laufe der 50er Jahre Penicillin für die Therapie von Staphylococcus aureus-Infektionen wegen des Auftretens penicillinasebildender Stämme nicht mehr einsetzbar war, standen seit Anfang der 60er Jahre mit den sog. penicillinasefesten Penicillinen (z.B. Oxacillin, Methicillin) wieder wirksame Substanzen zur Verfügung. Aber bereits Anfang der 60er Jahre wurde aus England über methicillinresistente Stämme berichtet. In der Folgezeit kam es zu zahlreichen ähnlichen Meldungen weltweit.
In Deutschland muss heute davon ausgegangen werden, dass rund 5% der Bevölkerung mit einem solchen Stamm besiedelt sind - mit einer deutlichen Häufung bei alten Menschen. In Pflegeheimen sind daher noch höhere Trägerquoten zu erwarten.
Das Problem methicillinresistenter Staphylococcus aureus-Stämme liegt nicht in einer besonderen Gefährlichkeit im Vergleich zu empfindlichen Stämmen, sondern darin, dass für die Therapie lebensbedrohlicher Infektionen nur noch sehr wenige Antibiotika (wie Vanomycin oder Teicoplanin) zur Verfügung stehen.
Gesunde Personen, die lediglich mit methicillinresistenten Staphylococcus aureus-Stämmen besiedelt sind oder die nur Kontakt zu entsprechenden Trägern haben, sind also selbst nicht gefährdet. Es gibt deshalb keinen Grund, die Aufnahme von MRSA-Trägern in ein Pflegeheim von vorneherein abzulehnen oder die Rückkehr einer hospitalisierten Pflegeperson aus dem Krankenhaus in das Heim zu verweigern. Allerdings sollte Tracheostoma-Patienten besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Bei diesen sollte ein mögliches MRSA-Trägertum abgeklärt werden. Von größter Bedeutung ist jedoch, durch konsequent durchgeführte Hygienemaßnahmen bei der Pflege aller Bewohner, die Ausbreitung dieser resistenten Keime im Pflegeheim zu verhindern.
Verschiedene Maßnahmen, die für den Krankenhausbereich empfohlen werden, können im Altenpflegeheim nicht zum Zuge kommen, weil dessen Bewohner dauerhaft in dieser Einrichtung leben und nicht nur vorübergehend hier untergebracht sind. Neuere Studien haben gezeigt, dass eine dauerhafte Sanierung hospitalisierter MRSA-Träger wohl nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen erzielt werden kann. Ein routinemäßiges Screening aller Pflegeheimbewohner ist nach Auffassung des Gesundheitsamtes Stuttgart deshalb nicht sinnvoll und sollte nur bei epidemischem Auftreten erfolgen.
Unverzichtbar ist jedoch, durch entsprechende Hygienemaßnahmen eine Verbreitung dieser potenziellen Krankheitserreger im Heim zu verhindern. Auch die wechselseitige Information über entsprechende Patienten trägt dazu bei, das Problem zu entschärfen.

Quelle: Gesundheitsamt

Myofibroblasten

Bindegewebszellen, die überwiegend Kollagen produzieren

Muskelatrophie

Muskelschwund

mRNA

messenger RNA, Boten-RNA, Matrize der Proteinbiosynthese

Motilität

Bewegungsfähigkeit

Morphogenese

Entwicklung eines Organs oder Gewebes

Monozyt

Im Blut zirkulierende körpereigene Abwehrzelle

Monofilamentfaser

Faser aus einfädigem Garn

mitogen

Zellteilung anregend

Mitochondrien

Zellorganelle eukaryotischer Zellen, sog. „Kraftwerk“ einer Zelle

Mikrotubuli

Teile des Cytoskeletts eukaryotischer Zellen

Mikroorganismus

Kleinstlebewesen

Mikrobe

Mikroorganismus, Kleinstlebewesen

Mikroangiopathie

arteriosklerotische Veränderungen der kleineren Arterien

Metallo-Proteinasen

Zinkhaltige proteolytische Enzyme

Mesenchym

Embryonales Bindegewebe

Merkelzellen

Sinneszellen der Dermis; Mechanorezeptoren der taktilen Wahrnehmung

Membrantubuli

Bestandteil des Endoplasmatischen Retikulums

Membran-Proteine

Protein-Bestandteile von Zellmembranen

Membran-Lipide

Lipid-Bestandteile von Zellmembranen

Melanozyten

Pigmentzellen der Haut

Medulla

Markkanal des Haares

Maturationsphase

Remodellierung, Narbenbildung

Matrix, extrazelluläre

Gewebe zwischen den Zellen

Mastzelle

Siehe Mastozyt

Mastozyt

Mastzelle, körpereigene Abwehrzelle

Malum perforans

Ulkus der Fußsohle, oft bei Diabetikern als Folge einer Polyneuropathie

Makrophage

„Fresszelle“, beseitigt Mikroorganismen durch Phagozytose

Makroangiopathie

Arteriosklerotische Veränderungen der größeren Arterien

Nukleus

Zellkern

Nuklease

Enzym zum Abbau von Nukleinsäuren

Neuropathie

Erkrankung des peripheren Nervensystems

Neuroarthropathie

Syn. Neuroosteoarthropathie; Endstadium des Diabetischen Fußsyndroms, Angiopathie und Neuropathie führen zur Mangelversorgung des Knochens und schließlich zu dessen Abbau

Nephropathie

Erkrankung der Nieren

Nekrosektomie

Entfernen abgestorbenen Gewebes

Nekrose

Abgestorbenes Gewebe

Nekrophage

Organismus, der sich von totem Gewebe ernährt

Osteomyelitis

Entzündung des Knochenmarks

Ossifikation

Verknöcherung

Onychisation

Nagelbildung

Ödem

Schwellung des Gewebes aufgrund Flüssigkeitseinlagerungen

Oberflächenantigen

Antigene (=Antikörper generierende Substanzen) auf Zelloberflächen

Proteolyse

Enzymatische Hydrolyse von Proteinen

Proteoglykan

Bestandteil der extrazellulären Matrix

Proteinbiosynthese

Neubildung von Proteinen in Zellen

Protein

Eiweiß

Protease-Inhibitor

Molekül, das Proteasen hemmt

Protease

Protein spaltendes Enzym

Prophylaxe

Maßnahme zur Verhütung einer Gesundheitsbeeinträchtigung durch Krankheit

Prolin

Eine Aminosäure

Proliferation

Wachstum und Vermehrung (von Zellen)

Prokaryoten

Lebewesen mit Zellen ohne abgegrenzten Zellkern (Bakterien und Archaeen)

proinflammatorisch

entzündungsfördernd

Prävalenz

Krankheitshäufigkeit

postoperativ

nach der Operation

Prävention, Krankheitsprävention

Gesundheitszustand von Personen erhalten oder verbessern

präoperativ

vor der Operation

Polyurethan

Vielseitiger Kunststoff

Polyneuropathie

Erkrankung des peripheren Nervensystems, welche mehrere Nerven betreffen

Plexus

Geflecht (aus Nervenfasern oder Blutgefäßen)

Plasmazelle

Zelle des Immunsystems, die Antikörper produziert

Plasmamembran

Siehe Zellmembran

Pinocytose

Aufnahme von Flüssigleit durch eine Zelle (Nahrungsaufnahme der Zelle)

Physiologie

Naturkunde, Teilgebiet der Biologie; Adj. physiologisch = natürlich

Phosphorylierung

Anhängen einer Phosphatgruppe an ein organisches Molekül

Phosphorsäure

Säure des Phosphors, anorganische Säure

Phospholipid

Phosphorhaltiges, amphiphiles Lipid, Hauptbestandteil von Zellmembranen

Phagozytose

Aufnahme von Partikeln oder Molekülen durch eine Zelle

Phänotyp

Erscheinungsbild (Genetik)

Peroxisomen

Zellorganellen eukaryotischer Zellen mit Stoffwechselfunktion

Peroxinitrit

Reaktive Verbindung, entsteht aus Stickstoffmonoxid- und Stickstoffsuperoxid-Radikalen

Permeabilität

Durchlässigkeit

Periost

Knochenhaut

Perionychium

Nagelfalz, Nagelfalte

Perinukleäre Zisterne, perinukleärer Raum

Spaltraum zwischen der inneren und äußeren Zellmembran

pAVK

Periphere arterielle Verschlusskrankheit; Störung der arteriellen Durchblutung in den unteren Extremitäten

pathologisch

krankhaft, abnorm

Paraplegie

Querschnittslähmung

palliativ

(schmerz)lindernd

Polyurethan

Eine der "Wunderwaffen" in der Kunststoffchemie mit nahezu unbegrenzten Variations- und Anwendungsmöglichkeiten. LIGASANO® weiß, LIGASANO® orange und LIGASANO® grün sind Polyurethane.

PUR

Abkürzung für Polyurethan.

PVC (Polyvinylchlorid)

LIGASANO® ist PVC-frei.

Ruptur

Riss, Zerreissung

rRNA

Ribosomale RNA

Ribosomen

Makromolekulare Komplexe aus Proteinen und Ribonukleinsäuren (RNA)

Rhagade

Tiefer Riss, der alle Schichten der Epidermis durchtrennt

Rezidiv

Wiederauftreten einer Krankheit, Rückfall

Retraktion

Schrumpfen von Geweben/Organen

Retinopathie

Erkrankung der Augen-Netzhaut (Retina)

Retikulin

Kollagenfasern

Resektion

Operative Entfernung von Gewebeteilen

Remodellierung

Narbenbildung

Reepithelisierung

Abdeckung eines Hautdefekts mit neuem Epithelgewebe

Salben, Beständigkeit von LIGASANO®

Bei gleichzeitiger Verwendung von Salben, Lösungen etc. ist ggf. zu prüfen, ob LIGASANO® dagegen beständig ist.
Salbe oder Lösung auf LIGASANO® aufbringen, dicht in einen Folienbeutel verpacken und warm lagern. Wenn nach 24 Stunden keine nennenswerte sichtbare Veränderung an LIGASANO® feststellbar ist, darf davon ausgegangen werden, dass LIGASANO® gegenüber dem Präparat beständig ist.
Normalerweise ist die Beständigkeit von LIGASANO® bei Präparaten, die auf der Haut angewendet werden, gegeben. Uns ist zumindest bis heute nichts Gegenteiliges bekannt geworden.

Salben, Lösungen, Medikamente: Wechselwirkungen mit LIGASANO®

Grundsätzlich keine Wechselwirkungen von Salben, Lösungen, Medikamenten und LIGASANO®. Salben oder Lösungen können jedoch unter unterschiedlichen Bedingungen auf der Haut unterschiedliche Wirkungen auslösen.
So macht es einen Unterschied, ob ein Präparat auf der Haut angewendet wird, die der Luft ausgesetzt ist oder ob man auf der behandelten Körperpartie liegt. Im ersten Fall entsteht kein Stau von Wärme, Schweiß und verdunstenden Wirkstoffen, im zweiten Fall sehr wohl, was die Wirkung eines Präparates vielleicht sogar bis zu einem unerwünschten Grad verändern oder verstärken könnte.
Wird ein Präparat im Aufliegebereich angewendet kann LIGASANO® grün wertvolle Dienste leisten, weil damit eben Wärme-Feuchtestauungen vermieden oder zumindest stark reduziert werden können.
!!Gele, Salben und manche Medikamente neigen, auf die Haut oder Wunde aufgetragen, zum Eintrocknen oder fördern das Austrocknen von Wunden. Dies kann zum Verkleben von LIGASANO® mit der Wunde führen.

Salben, Wirkungsveränderung von LIGASANO®

Salben oder Gele können die Poren von LIGASANO® verstopfen und die Oberflächenbeschaffenheit verändern. Die kontrollierte Saugfähigkeit und der gewünschte mechanische Reiz können negativ beeinflusst oder sogar aufgehoben werden.

Saugfähigkeit

Schaumstoffe

Gebräuchlich werden geschäumte (=expandierte) Kunststoffe (EPS, EPP, PVC, PVA, PUR, etc.) als Schaumstoffe bezeichnet. Andere geschäumte (expandierte) Materialien werden im Sprachgebrauch z.B. als "Schaumgummi" (=Latex), "Zellkautschuk" bzw. "Zellgummi" bezeichnet. Bei Backwaren wie z.B. Brot, Brötchen, Gebäck etc. handelt es sich um geschäumten (expandierten) Teig.

Schaumstoffe als Wundauflagen

Bei Wundauflagen aus Schaumstoff hat sich zum großen Teil Polyurethan durchgesetzt, kurz auch als PUR bezeichnet. PUR-Schaumstoff hat den herausragenden Vorteil, dass er in unzählig vielen Variationen (Dichte, Elastizität, Zellgröße, Zellstruktur, Hydrolyseeigenschaften, etc.) hergestellt werden kann. Hauptsächlich verwendet werden in kontinuierlichen Prozessen hergestellte Polyurethan- und Polyesterurethanweichschaumstoffe.
Günstige Grundeigenschaften haben die verschiedenen Präparate meist gemeinsam, wenngleich in unterschiedlicher Gewichtung: Leicht, einfach zuschneidbar, guter mechanischer und thermischer Schutz, Saugfähigkeit, Luftdurchlässigkeit. Trotz dieser Gemeinsamkeiten lassen sich die verschiedenen Präparate in ihrer Wirkung aber kaum vergleichen, weil die verschiedenen Anbieter mit ihrem Produktangebot und den Produkteigenschaften ganz unterschiedliche Ziele verfolgen, die oft auch mithilfe von Materialkombinationen erreicht werden sollen.
Bei LIGASANO® weiß und LIGASANO® grün handelt es sich jeweils um Monoprodukte mit klar definierten aber doch ganz unterschiedlichen Eigenschaften.

Schwitzen auf LIGASANO®

Durch den Hautkontakt mit LIGASANO® weiß wird lokal die Durchblutung gefördert, was bei liegenden Patienten lokal zu einer Normalisierung der Körpertemperatur führt. (Im Liegen muss der Blutkreislauf die Schwerkraft nicht überwinden, weil Herz und Kreislauf auf einer Ebene liegen. Der Blutdruck nimmt ab, insbesondere peripher sinkt die Körpertemperatur um ca. 1° C)
Diese lokale Durchblutungdförderung ist einer der therapeutischen Ansätze bei der LIGASANO®-Anwendung um eine bessere Versorgung der Körperpartie mit Nährstoffen, Sauerstoff usw. zu ermöglichen.
Schwitzen ist, wie allgemein bekannt, die Klimaanlage des Körpers. Die ausdringende Feuchtigkeit soll an der Hautoberfläche verdunsten um so Kühlung zu erzeugen. Das kann natürlich nur funktionieren, wenn ausreichend (feuchtigkeitsungesättigte) Luft an die Haut gelangt. Dies gelingt auch im Sitz-, Anlehn- und Aufliegebereich recht gut, wenn LIGASANO® grün zwischengelegt wird, weil dieses Material nahezu ungehindert luftdurchlässig ist, vorstellbar wie ein dreidimensionales Sieb.

Für eine optimale Wirkung bitte beachten:

LIGASANO® grün soll nicht ganz zusammengedrückt sein, damit Raum bleibt, in dem Luft zirkulieren kann.
LIGASANO® grün soll seitlich nicht abgedeckt werden, damit sich Luft im Anwendungsbereich mit der Umgebungsluft ungehindert austauschen kann.

Sterilisierung

LIGASANO® weiß ist sowohl steril als auch unsteril erhältlich.

LIGASANO® orange ist sowohl steril als auch unsteril erhältlich.

LIGASANO® grün ist sowohl steril als auch unsteril erhältlich.

Die drei Produkte können grundsätzlich auch vor Ort mit Wasserdampf sterilisiert werden. In der Folge unsere Technische Information: Sterilisation 15243 / Stand 27. Jan. 2006 / LH.

Beschreibung der routinemäßigen Sterilisation von LIGASANO® weiß, LIGASANO® orange und LIGASANO® grün in einem validierten Verfahren:

  • Bei den Produkten LIGASANO® weiß, LIGASANO® orange und LIGASANO® grün handelt es sich um PUR-Schaumstoffe mit jeweils besonderen Eigenschaften für die medizinische Anwendung.
  • Die Produkte werden von der LIGAMED® medical Produkte GmbH (in der Folge LIGAMED® genannt) unsteril und teilweise auch steril angeboten.
  • Nach unserer Erfahrung ist die Sterilisierung mit feuchter Hitze in Dampfsterilisation für LIGASANO® weiß, LIGASANO® orange und LIGASANO® grün sehr gut geeignet. Das Verfahren ist sicher und die Materialeigenschaften der Produkte werden bei den von uns verwendeten, validierten Sterilisationsverfahren mit feuchter Hitze nicht beeinflusst.
    Vor mehreren Jahren sammelten wir ebenfalls Erfahrungen mit der Sterilisierung durch Kobald-Bestrahlung (Gamma-Sterilisation) mit einer Minimaldosis von 25kGy. Bei diesem Verfahren stellte sich bei LIGASANO® weiß eine leichte Verfärbung ein, wie sie auch unter UV-Strahlung zu beobachten ist. Die Materialeigenschaften blieben auch hier unverändert, es handelte sich um einen rein kosmetischen Fehler.
  • Sofern die Produkte von der LIGAMED® in steriler Form bezogen werden, sind diese Produkte einzeln in einer Sterilgut-Verpackung verpackt und in einem validierten Sterilisationszyklus mit feuchter Hitze sterilisiert. Die Sterilisation erfolgt in "Groß-Dampf-Sterilisatoren" gem. DIN 58946-6 resp. DIN EN 285.
  • Die Validierung und Routineüberwachung für die Sterilisation mit feuchter Hitze entsprechend den Anforderungen der DIN EN 554 und der DGKH Empfehlung zur Validierung und Routineüberwachung der Sterilisation mit feuchter Hitze für Produkte, die im Krankenhaus und anderen medizinischen Einrichtungen des Gesundheitswesens angewendet werden. Mitgeltende Normen nach aktuellem Stand, z.B. DIN EN 285, DIN EN ISO 10993-1 Biologische Beurteilung von Medizinprodukten.
  • Die Verpackungsmaterialien der Sterilgut-Verpackung sind gem. DIN EN 868 ausgewählt und deren Kennzeichnung wurde unter Berücksichtigung der DIN EN 980 durchgeführt.
  • Das Verpacken der Produkte in die Sterilgut-Verpackungen und das Einbringen der verpackten Produkte in den Dampfsterilisator erfolgt in Reinräumen der ISO-Klasse 8 (entspricht der Klasse 100.000). Die Qualität dieser Reinräume wird gem. DIN EN ISO 14644 regelmäßig qualifiziert.
  • Pro Produktionscharge werden quantitative Ermittlungen der Bioburden dem. DIN EN 1174 Teil 1-3 und LAL-Tests gem. USFDA LAL-Guideline 1987 durchgeführt. Diese Tests und Ermittlungen erfogen in externen, von der ZLG akkreditierten Laboren.
  • Die Dampfsterilisation erfogt werkseitig 5 Minuten bei 134 °C unter validierten Bedingungen. Diese standardisierten Parameter erfüllen nach unserer Erfahrung am besten die Anforderungen an eine angemessene Produktsicherheit und Wirtschaftlichkeit, und es gibt keine messbaren Auswirkungen auf die Eigenschaften von LIGASANO® weiß, LIGASANO® orange und LIGASANO® grün.
  • Weitere, in validierten Verfahren geprüfte Varianten und ihre Auswirkungen auf LIGASANO®:
    121 °C / 15 Minuten - ohne messbare Auswirkungen auf die Eigenschaften von LIGASANO® weiß und LIGASANO® grün
    134 °C / 20 Minuten - geringer Härteverlust bei LIGASANO® weiß, keine messbaren Auswirkungen auf die Eigenschaften von LIGASANO® grün.

Gesetzliche Vorgaben sowie geltende Normen sind bis zum 27.01.2006 berücksichtigt.

systemisch

den gesamten Organismus betreffend

Synthese

Verbindung zwei oder mehrerer Einzelbestandteile zu einer neuen Einheit

symptomatisch

symptombezogen

Superabsorber

Kunststoff, der ein Vielfaches seines Eigengewichts an Flüssigkeiten (bzw. Exsudat) aufsaugen kann

Subkutis

Unterhaut

subungual

unterhalb eines Nagels

Stromelysin

Eine Matrix-Metalloproteinase (MMP)

Stratum spinosum

Stachelzellschicht, eine Hautschicht der Epidermis

Stratum reticulare

Netzschicht, eine Hautschicht der Dermis

Stratum papillare

Zapfenschicht, eine Hautschicht der Dermis

Stratum lucidum

Glanzschicht, eine Hautschicht der Epidermis

Stratum granulosum

Körnerzellschicht, eine Hautschicht der Epidermis

Stratum corneum

Hornzellschicht, eine Hautschicht der Epidermis

Stratum basale

Basalzellschicht, eine Hautschicht der Epidermis

Splenektomie

Operative Entfernung der Milz

Sklerose

Verhärtung von Organen oder Geweben

Shave-Exzision

Horizontalexzision, horizontale Abtragung von erhabenen Hautveränderungen

serös

aus (Blut-)Serum bestehend

Septum, Pl. Septen

Trenn- oder Scheidewand, die zwei Gewebepartien voneinander abgrenzt oder eine Körperhöhle in zwei Räume unterteilt

Sepsis

Systemische Entzündungsreaktion nach Infektion durch Bakterien, deren Toxinen oder Pilzen („Blutvergiftung“)

Seneszenz

Hohes Alter

semipermeabel

halbdurchlässig

sekretorische Vesikel

Transportvesikel des Golgi-Apparates

Sekret

Ausscheidung körpereigener Stoffe, v.a. aus Drüsen bzw. drüsenartigen Zellen

Sebum

(Haut-)Talg

Sebozyten

Talgzellen

Schwann´sche Zelle

Bestandteil der Myelinscheiden im peripheren Nervensystem

Tubulin

Zellprotein, Hauptbestandteil der Mikrotubuli

Translation

Synthese von Proteinen in den Zellen der kopierten genetischen Informationen

T-Lymphozyt

Bildet nach Antigenkontakt Antikörper, ist Bestandteil des adaptiven Immunsystems

Thrombozyten

Blutplättchen

Thorakotomie

Chirurgische Eröffnung des Thorax

Tetraplegie

Querschnittlähmung, bei der alle vier Gliedmaßen betroffen sind

Terminalstadium

Letzte Lebensphasen eines Menschen mit einer zum Tode führenden Krankheit

Tenascin

Glykoprotein der Haut

Telogenphase

Ruhephase des Haares

Tiefe Wunden mit engem Eingang

Tiefe Wunden mit engem Eingang, z. B. Fisteln oder Wunden mit Taschen, neigen dazu, oberflächlich abzuheilen und eine Infektion einzukapseln. Die Folge ist, dass die Wunde nach kurzer Zeit wieder aufbricht, evtl. auch an anderer Stelle der Körperoberfläche. Ziel ist, dass die Wunde tatsächlich von unten nach oben bzw. von innen nach außen granuliert. Dazu muss die Wundversorgung immer bis an den Wundgrund reichen.

Solche Behandlungen sind oft sehr schmerzhaft, weil beim Tamponieren und Herausnehmen des Wundversorgungsmaterials viel Reibung entsteht, die auch Granulationsgewebe verletzen kann. Anders beim LIGASANO® - Wundband.Füllen Sie die Wunde vollständig, unter leichtem Druck, mit dem LIGASANO®-Wundband (Art. 15370) aus.

Dazu erforschen Sie zuerst Richtung und Tiefe der Wunde, so dass Sie zuverlässig den Wundgrund erreichen. Die Wundumgebung wird großzügig mit einer LIGASANO®-Platte, 1-2 cm dick, abgedeckt.

Das Wundband legt sich leporelloartig in die Wunde. Beim Entnehmen entsteht kaum Reibung.

Der Versorgungswechsel ist relativ schmerzarm und geht schnell und einfach. Ein vorzeitiges, oberflächiges Schließen der Wunde wird vermieden.

Unterminierung

Öffnung, die vom Wundgrund bis unter die Haut führt; Adj. unterminiert

Unguis incarnatus

Eingewachsener Nagel, meist an der Großzehe

Ulzeration

Entwicklung eines Geschwüres (Ulkus)

Ulcus cruris

Lars Koschorrek, Arzt
Was sind Beingeschwüre?
Beingeschwüre (Ulcus cruris) sind schlecht heilende (chronische), tiefe Wunden an Unterschenkeln und Füßen.
Umgangssprachlich spricht man oft von offenen Beinen. Sie entstehen in etwa 80 Prozent der Fälle durch Störungen im venösen Blutkreislauf, vor allem durch Krampfadern (Varizen). Seltener entstehen diese Wunden durch Verengungen der Beinarterien (pAVK).
In Deutschland leiden über eine Million Menschen an einem Ulcus cruris. Die Tendenz ist steigend.


Wie entstehen Beingeschwüre?
Venöse Störungen
Venöse, also durch Venenleiden bedingte Beingeschwüre machen etwa 80 Prozent aller Beingeschwüre aus. Die Beingeschwüre sind Folge einer chronischen Venenschwäche (chronisch venöse Insuffizienz). Häufig ist die Anlage zur Venenschwäche vererbt. Die Venen erweitern und verlängern sich und bilden Krampfadern. Diese Erweiterung bewirkt, dass die Klappen des Venensystems nicht mehr richtig funktionieren (schließen). Dadurch kann Blut zurückfließen und sich in den Venen anstauen. Dieser Stau führt zu einem Ödem (Wasseransammlung im Gewebe) und nach einem längeren Zeitraum zu einer Verhärtung des Bindegewebes (Sklerose). Beide Veränderungen führen zu einer Minderversorgung des Gewebes mit Blut und Nährstoffen vor allem im Bereich der Knöchelinnenseiten und an der Vorderseite des Unterschenkels. Dies kann später zu Beingeschwüren führen.
Blutpfropfen in den tiefen Bein- und Beckenvenen (Thrombose) sind eine weitere Ursache der chronisch venösen Insuffizienz. Die Erweiterung der Venen wird auch postthrombotisches Syndrom genannt.

Arterielle Störungen
Seltener entstehen Beingeschwüre durch Störungen im arteriellen Blutkreislauf. Die Arterien transportieren das Blut vom Herzen zu den Geweben des Körpers, um sie mit Sauerstoff und Nährstoffen zu versorgen. Ist die Durchblutung erheblich geschwächt, z. B. aufgrund von stark ausgeprägten Arterienverkalkungen (Arteriosklerose), können sich Beingeschwüre entwickeln.
Risikofaktoren für arterielle Beingeschwüre sind Arterienverkalkungen der Beine z. B. durch

Zuckerkrankheit:
Bei Zuckerkranken (Diabetikern) können diabetische Beingeschwüre entstehen. Häufig kommt es zu Infektionen dieser Beingeschwüre.
Rauchen
Erhöhten Blutdruck (Hypertonie)
Hohe Blutfettwerte (Hyperlipidämie)
Wie bemerkt man Beingeschwüre?
Venöse Beingeschwüre
kommen meist im Bereich der Knöchel vor, besonders an der Innenseite des Beines
sind oft feuchte und nässende Wunden, die sich oftmals auch mit Bakterien infizieren und dann faulig riechen
verursachen in der Regel ein Spannungsgefühl und keine Schmerzen
entwickeln sich häufig auf der Basis eines geschwollenen und chronisch entzündeten Beines (Stauungsekzem). Durch Auswandern von roten Blutkörperchen und Ablagerung von deren Abbauprodukten (Hämosiderin) verfärbt sich die Haut bräunlich.
Arterielle Beingeschwüre
kommen meist an Füßen, Zehen und Fersen vor
gehen mit kalten und blassen Füßen und Beinen einher
sind in der Regel schmerzhaft, besonders bei körperlicher Bewegung und Hochlagerung des Beines
Wie werden Beingeschwüre diagnostiziert?
Ein Beingeschwür zu diagnostizieren ist für den Arzt nicht schwer. Allerdings ist für die Therapie wichtig, die auslösende Ursache zu kennen.
In der Regel reicht dem erfahrenen Arzt eine eingehende Begutachtung (Inspektion) des Geschwürs und Erfragen der Krankengeschichte (Anamnese) aus, um die Ursache eines Beingeschwürs zu beurteilen.
Mittels Dopplersonographie lassen sich sowohl die venösen als auch die arteriellen Durchblutungsverhältnisse darstellen. Eine Kontrastmittel-Röntgenuntersuchung der Venen (Phlebographie) zeigt eventuell vorhandene Blutgerinnsel (Thrombosen) auf. Eine Blutuntersuchung deckt eine eventuell vorhandene Zuckerkrankheit oder eine Gerinnungsstörung auf. In seltenen Fällen kann ein Spinaliom (eine Form des Hautkrebses) die Ursache eines Beingeschwüres sein. Dies kann mit Hilfe einer Gewebeprobe (Biopsie) ausgeschlossen werden.


Wie können Beingeschwüre behandelt werden?
Venöse Beingeschwüre
Komprimierende Verbände:
Eine konsequente Durchführung dieser Behandlung ist die wichtigste Maßnahme. Viele venöse Beingeschwüre heilen unter einer korrekt durchgeführten Kompressionsmaßnahme ab!
Reinigung des Geschwürs:
Dies erfolgt entweder fibrinolytisch, d. h. mit bestimmten Salben, die fest haftende Beläge auflösen können. Eine andere Methode ist die Abtragung der Beläge mit einem scharfen Löffel (Cürretage).
Umschläge mit antiseptischen Wirkstoffen, d. h. Substanzen, die die Wunde keimfrei machen oder bei stark nässenden Wunden feuchte Umschläge mit Kochsalzlösung.
Antibiotika bei massiver bakterieller Ansiedlung, auch in Form von Infusionen
Bei auf das Geschwür zuführenden Krampfadern hilft eine operative Entfernung oder eine Sklerosierungstherapie (Verödung) dieser Krampfadern.
Häufig besteht zusätzlich ein allergisches Kontaktekzem. Viele Geschwüre werden mit verschiedenen Salben vorbehandelt, auf die der Körper mit der Zeit allergisch reagieren kann. In diesen Fällen kann eine lokale Kortison-Therapie sinnvoll sein.
Eine etwas unappetitlich wirkende, aber sehr effektive Behandlung ist eine so genannte bioenzymatische Wundreinigung mit Fliegenlarven. Hier werden für zwei bis drei Tage 100 bis 200 Fliegenlarven auf das Geschwür aufgetragen. Die Larven ernähren sich in der Zeit von abgestorbenem Gewebe, das sie zuvor durch ihren Speichel angedaut haben. Lebendes Gewebe wird von den Larven nicht angegriffen.
Arterielle Beingeschwüre
Bei arteriellen Beingeschwüren kann eine chirurgische Behandlung in Form einer Bypass-Operation angebracht sein. Unter einem Bypass versteht man die Überbrückung eines verengten bzw. verschlossenen Gefäßabschnittes mit Hilfe einer Arterie oder Vene. Einige Geschwüre können durch eine operative Hautverpflanzung schneller zur Abheilung gebracht werden.
Oberstes Ziel der Geschwürbehandlung muss allerdings sein, alle Faktoren zu beseitigen, die die Entwicklung des Geschwürs verursacht haben und die Heilung behindern.


Was können sie selbst tun?
Venöse Beingeschwüre
Tragen sie angepasste Kompressionsstrümpfe. Kompression ist die wichtigste Maßnahme!
Gehen und bewegen sie sich regelmäßig, damit sie die Wadenmuskeln aktivieren.
Sitzen sie nicht mit übereinander geschlagenen Beinen, das hemmt die Venenpumpe.
Sorgen sie bei sitzender oder stehender Tätigkeit dafür, dass sie ihre Arbeitshaltung regelmäßig ändern und sich bewegen.
Wenn sie die Gelegenheit haben, sitzen sie mit (über Herzebene) gelagerten Beinen.
Nehmen sie ab, wenn sie übergwichtig sind.
Arterielle Beingeschwüre
Hören sie auf zu rauchen!
Das ist die wichtigste Maßnahme. Nach dem Motto: Stop smoking, keep walking!
Bewegen sie sich auch wenn sie sitzen. Machen sie zuerst Kreisbewegungen mit den Füßen und bewegen sie die Fersen auf und ab. Bewegen sie sich bis Schmerzen auftreten, machen sie dann eine Pause. Fahre sie erst mit dem Training fort, wenn sie wieder beschwerdefrei sind.
Nehmen sie ab, wenn sie übergewichtig sind.
Essen sie weniger Fett, dafür mehr Obst und Gemüse.
Untersuchen sie regelmäßig ihre Füße und Unterschenkel auf Farbveränderungen und Wunden. Dies gilt besonders für Zuckerkranke.
Tragen sie nicht zu kleine oder zu große Schuhe. Kaufen sie Schuhe, in denen sich ihre Füße wohlfühlen.
Achten sie bei der Fußpflege (Nägelschneiden) darauf, jede noch so geringe Verletzung zu vermeiden.
Wie ist die Prognose?
Mit der richtigen Behandlung heilen Beingeschwüre meist innerhalb weniger Monate ab.
Leider sind viele ältere Patienten mehreren Risikofaktoren ausgesetzt. In dieser Altersgruppe kann die Heilung eines Beingeschwürs auch mehrere Jahre dauern.
Venöse Beingeschwüre heilen besser als arteriell bedingte. Sie sind so gut wie nie durch eine Amputation bedroht. Allerdings entsteht jedes zweite abgeheilte Geschwür innerhalb eines Jahres wieder. Durch eine konsequente Nachbehandlung, insbesondere die Kompressionstherapie, lässt sich diese Rate verbessern.
Arterielle Beingeschwüre und die "Schaufenster-Krankheit" (Claudicatio intermittens) sind sehr ernste Gefahrensignale, die ohne Behandlung zum schwarzen Brand (Gewebsuntergang) und damit zur Amputation von Zehen, dem Fuß und später dem Bein führen können. Die Gefahr einer Amputation steigt mit dem Ausmaß der Arterienverkalkung der Bein- oder Beckenarterien, sowie mit der Anzahl und Ausprägung von o.g. Risikofaktoren. Bei Patienten mit einem schlecht eingestellten Blutzucker und Bluthochdruck, die dazu noch rauchen, ist eine Amputation wahrscheinlicher.


Quellen
Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie
Braun-Falco: Dermatologie und Venerologie
Herold: Innere Medizin

Redaktion
Dr. med. Katharina Larisch

Valin

Essentielle Aminosäure

Vaskulitis

Gefäßentzündung

Vasodilatation

Erweiterung der Blutgefäße

Vasokonstriktion

Engstellung der Blutgefäße

Vater-Pacini-Körperchen

Mechanorezeptoren der Haut

vegetativ

nicht dem Willen unterliegend

Verbandwechsel

In der Wundreinigungsphase nässt die Wunde meist kräftig - und das soll sie auch! Der Exsudatfluss reinigt die Wunde aus der Tiefe durch die Poren des Wundgrundes, selbst trockene Nekrosen werden aufgelöst und ausgeschwemmt.

  • In der Wundreinigungsphase muss der LIGASANO®-Verband immer spätestens dann gewechselt werden, wenn an der Außenseite Exsudat sichtbar wird. Durchschnittlich 2x täglich, kann individuell aber sehr unterschiedlich sein.
  • Je sauberer die Wunde wird, desto weniger wird sie nässen. Sie muss sich jetzt nicht mehr reinigen, sondern nur noch sauber halten. Verbandwechsel 1x täglich bis 1x alle 2-3 Tage.
    (Unsere Empfehlung ist 1x täglich. So wird sichergestellt, dass Granulationsgewebe nicht in LIGASANO® einwachsen kann.)

Siehe auch Wundruhe - Wundstörung durch Versorgungswechsel

Verkleben mit der Wunde

Grundsätzlich klebt LIGASANO® nicht in Wunden, weil es sich immer um eine feuchte Wundversorgung handelt (siehe auch Durchblutungsförderung ). Trotzdem kommt es in der Praxis manchmal vor, dass LIGASANO® dennoch hartnäckig in Wunden klebt. Nachfolgend eine Übersicht über die uns bekannten Ursachen und deren Gegenmaßnahmen:

Die LIGASANO®-Wundauflage ist dünner als 2 cm, daher kommt zuviel Luft an die Wunde, das Exsudat verdunstet zu schnell und trocknet ein. LIGASANO® soll vom Wundgrund aus gemessen immer mindestens 2 cm dick sein, um das feuchtwarme Wundmilieu zu gewährleisten.
LIGASANO® hat stellenweise keinen Kontakt mit der Wunde. Exsudat kann nicht aufgenommen werden und trocknet einerseits an der Wunde und andererseits an LIGASANO® fest. Immer auf vollflächigen Wundkontakt achten. Dazu LIGASANO® immer mit einer leichten Kompression in die Wunde einbringen. Keine Angst vor der Kompression! (siehe Druckspannung)
Bei Wunden, die prinzipiell nur sehr wenig nässen, wie oberflächige Verbrennungen oder Schürfwunden, kann das ausgetretene Blut bzw. Exsudat eintrocknen. Meist hilft es, LIGASANO® an der Wundseite anzufeuchten, z. B. mit Ringerlösung, um den Feuchtigkeitsgehalt zu erhöhen.
Es werden zusätzlich Salben, Gele oder Medikamente bei der Wundbehandlung verwendet, die eintrocknen und sich so einerseits mit der Haut/Wunde und andererseits mit LIGASANO® verbinden. Diese Verklebung ist in Einzelfällen erwünscht. Es soll beim Abziehen durch die Klebewirkung des Gels ein beschleunigtes Debridement erreicht werden. Ist die Klebewirkung nicht erwünscht, prüfen Sie bitte, ob Salbe, Gel oder Medikament wirklich erforderlich ist oder ob ein anderes, nicht eintrocknendes Präparat mit der gewünschten Wirkung verfügbar ist.
Es werden auf der Wunde zusätzliche Salben, Gele oder Medikamente angewendet, die auf die Wunde selbst eine austrocknende Wirkung haben. Ein feuchtwarmes Wundmilieu kann nicht entstehen. Prüfen Sie bitte, ob Salbe, Gel oder Medikament wirklich erforderlich ist oder ob ein anderes, nicht austrocknend wirkendes Präparat mit der gewünschten Wirkung verfügbar ist.
LIGASANO®: war in der Granulationsphase zu lange in der Wunde, neu gebildetes Gewebe ist in die Zellstruktur eingesprossen. Bei der Anwendung von LIGASANO® granulieren Wunden oft überraschend schnell und kräftig. In solchen Fällen das Versorgungswechsekintervall sinnvoll verkürzen.

Generell gilt: Sollte LIGASANO® einmal an einer Wunde festgeklebt sein, machen Sie es bitte von außen nass und drücken Sie die Nässe mit Pumpbewegungen ins Material, so dass das eingetrocknete Blut oder Exsudat soweit aufweicht, dass LIGASANO® sich leicht entfernen lässt.

Verordnungsfähigkeit von LIGASANO®

LIGASANO® weiß, LIGASANO® orange und LIGASANO® grün sind verordnungsfähige Verbandstoffe, sofern sie als solche verordnet und angewendet werden.
Nach § 31 Absatz 1 Satz 1 SGB V haben Versicherte Anspruch auf Versorgung mit apothekenpflichtigen Arzneimitteln, soweit die Arzneimittel nicht nach § 34 oder durch Richtlinien nach §92 Absatz 1 Satz 2 Nr. 6 ausgeschlossen sind, und auf Versorgung mit Verbandmitteln, Harn- und Blutteststreifen.
LIGASANO® weiß, LIGASANO® orange und LIGASANO® grün sind keine Arzneimittel und auch keine arzneimittelähnlichen apothekenpflichtigen Medizinprodukte, sondern Medizinprodukte, die als Verbandmittel eingesetzt werden.
Verbandmittel sind nach dem oben genannten § 31 verordnungsfähig und unterliegen nicht der Ausschlussregelung nach § 34.
Verbandmittel sind nach dem sich nach § 61 Satz 1 ergebenden Betrag zuzahlungspflichtig.

Vesikel

Intrazelluläre Bläschen

vital

lebendig, lebenskräftig

Vitronektin

Protein der extrazellulären Matrix, dient der Zelladhäsion

Wasserdampfdurchlässigkeit

Die Wasserdampfdurchlässigkeit wird nur bei relativ undurchlässigen Materialien, wie z.B. Folien, gemessen. Einen sinnvollen Meßwert für LIGASANO® kann man daher nicht angeben, es ist nahezu ungehindert wasserdampf-durchlässig. Die üblichen Meßmethoden, z.B. nach DIN 53122, ISO 11092, DIN 31092 sind nicht anwendbar.
Das ist auch der Grund, weshalb LIGASANO® bei der Wundversorgung immer mindestens zwei Zentimeter dick sein soll (vom Wundgrund aus gemessen). Damit nicht zuviel Luft an die Wunde kommt, damit eine temperaturisolierende Wirkung entsteht, damit Exsudat nicht eintrocknet und LIGASANO® nicht mit der Wunde verklebt.

Weichmacher

LIGASANO® enthält keine Weichmacher.

Wund(bett)konditionierung

Ausübung von granulationsförderndem Reiz auf die Wunde

Wundheilungsstörungen

Wundheilungsstörungen behindern die Wundheilung und sind Ursache für chronische Wunden.
Typische und häufige Wundheilungsstörungen sind Durchblutungsmangel, Malnutrition, Stoffwechselstörungen, Sepsis und zusätzliche Entzündungen.
Eine weitere, nicht seltene Wundheilungsstörung ist die Fehlbehandlung. Tatsächlich ist es relativ einfach möglich, eine Wunde durch falsche Behandlung am Heilen zu hindern.
Siehe auch Wundruhe - Wundstörungen durch Versorgungswechsel.

Wundmanagement

Ein Modebegriff, der insbesondere bei chronischen Wunden von den tatsächlich nötigen Maßnahmen ablenkt. Es klingt so, als ob die Behandlung von Wunden tatsächlich Wunden heilen könnte, was aber nicht stimmt.
Tatsache ist, dass der Organismus des Patienten in die Lage versetzt werden muss die Wunde zu heilen. Bei chronischen Wunden ist dabei das Hauptaugenmerk darauf zu richten, dass die Wundheilungsstörungen beseitigt werden (siehe Wundheilungsstörungen). Das in den Vordergrund gestellte "Wundmanagement", also die direkte Wundbehandlung, erfüllt beim Wundheilungsprozess nur sekundäre Aufgaben.

Wundreinigung

  • Wirkungsvolle Wundreinigung und Keimverarmung ohne weiteres Zutun
  • Wundspülungen, Antiseptica, Salben etc. erübrigen sich
  • Der Exsudatüberschuss wird von LIGASANO® weiß kontrolliert aufgenommen ohne die Wunde auszutrocknen
  • Die Wundränder laufen nicht über
  • Das Wundmilieu bleibt immer feucht-warm
  • Kein Verkleben mit der Wunde
  • Sehr schneller Versorgungswechsel, da außer dem Versorgungswechsel selbst keine zusätzliche Wundbehandlung erfolgt.

Wundruhe - Wundstörung durch Versorgungswechsel

Die Wunde soll möglichst wenig gestört werden, um einen ungehinderten Heilungsverlauf zu fördern. Das halten wir für vollkommen richtig, trotzdem wird bei der LIGASANO®-Wundtherapie auch in der Granulationsphase ein täglicher Verbandwechsel vorgeschlagen. Wie passt das zusammen?
Lassen Sie uns zusammenfassen, was mit Wundruhe bzw. dem Gegenteil, der Wundstörung, nun eigentlich gemeint ist. Typische Wundstörungen bei der klassischen, aber auch bei der modernen Wundversorgung sind

  • Lange offene Zeit der Wunde. Die Wunde kühlt innerhalb von Minuten aus, die Gefäße verengen sich, die Durchblutung und damit die Versorgung der Wunde wird reduziert. Die Wunde bleibt für Stunden passiv und wehrlos gegen Anflugkeime.
    Während der langen offenen Zeit haben Anflugkeime auch viel Zeit, sich auf der Wunde anzusiedeln bzw. in den Körper einzudringen.
  • Spülen oder Ausduschen der Wunde. Diese Wundreinigungsmaßnahmen kühlen die Wunde ebenfalls aus mit den Folgen wie oben beschrieben. Zusätzlich werden beim Spülen der Wunde oder dem Ausduschen neben den unerwünschten Belägen und Keimbesiedlungen auch mühsam zur Wunde transportierte körpereigene Abwehr- und Nährstoffe ausgeschwemmt.
    Eine echte Wundreinigung findet beim Spülen oder Ausduschen nicht statt, die Maßnahme bleibt oberflächlich, tiefer sitzende Keime und Erreger werden nicht erreicht.

Diese Störungen bleiben der Wunde während der LIGASANO®-Behandlung komplett erspart:

  • Die gesamte Wundtherapie besteht ausschließlich aus dem Verbandwechsel zum richtigen Zeitpunkt. In der Praxis hat sich gezeigt, dass sich zusätzliche Maßnahmen wie Spülen, Antiseptika, Salben etc. erübrigen.
  • Beim Verbandwechsel muss die Wunde also nicht zusätzlich gereinigt oder behandelt werden.
  • Der Verbandwechsel geht sehr schnell (siehe Druckspannung), die Wunde ist während des sachgerechten Versorgungswechsels meist weniger als eine halbe Minute offen.
    Damit bleiben der Wunde beim LIGASANO®-Verbandwechsel heilungsbehindernde Wundstörungen erspart.

Bei sachgerechter Anwendung der LIGASANO®-Wundtherapie gibt es zu keiner Zeit Wundstörungen, der Wundheilungsprozess wird nie unterbrochen. Deshalb: Keine Angst vor häufigen Verbandwechseln!

Zelladhäsionsmoleküle

Proteine, die Kontakte zwischen Zellen vermitteln

Zellchromatin

Gesamtheit des chromosomalen Materials einer Zelle, bestehend aus DNA, Proteinen und RNA

Zellkernmembran

Doppelmembran, bestehend aus einer Lipiddoppelschicht mit einer Stärke von ca. 35 nm

Zellmembran

Doppelmembran, bestehend aus einer Lipiddoppelschicht mit einer Stärke von 6-10 nm

Zellmigration

Zellwanderung

Zellorganellen

Funktionseinheiten einer Zelle

Zellplasma

Siehe Cytoplasma

Zellverbindungen

Siehe Cell junctions

Zentriolen

Zellorganellen, zylinderförmige Strukturen,kommen stets paarweise vor und übernehmen Transport- und Stützaufgaben

Zytokin

Protein, das das Wachstum und die Differenzierung von Zellen reguliert

Zytoplasma

Bezeichnung für Zytosol und Zytoskelett einer Zelle

Zytoplasmatische Organellen

Organellen im Zytoplasma einer Zelle

Zytoskelett

Zellskelett, aus Proteinen aufgebautes Netzwerk in Zellen

Zytosol

flüssige Bestandteile des Cytoplasmas

zytotoxisch

zelltoxisch, zellschädigend