LIGASANO® in der Veterinärmedizin

 

LIGASANO® eignet sich hervorragend für die Behandlung aller Wundstadien und die Prävention bei Pferden, Rindern, Schafen, Katzen, Hunden und Wildtieren.

Die schnell nachlassende Druckspannung von LIGASANO® weiß reduziert den Druck auf die Wunde, fördert die Granulation und reduziert den Gegendruck auf das neu gebildete Granulationsgewebe

Der mechanische Reiz (d.h. die Struktur des Verbandes wird vom Gewebe wahrgenommen) fördert die Durchblutung und aktiviert die Selbstreinigung.

Da nur überschüssiges Exsudat aufgenommen wird (kontrollierte Saugwirkung, Exsudatmanagement), trocknet LIGASANO® weiß die Wunde nicht aus. Je nach Dicke des Materials entsteht ein intermittierender Unterdruck.


Anwendungsbereiche in der Veterinärmedizin sind z.B.

  • Prävention gegen die Bildung von wildem Fleisch bei Unterschenkelverletzungen von Pferden
  • Behandlung von Sprungbeinverletzungen
  • Verschmutzte Wunden
  • Sprunggelenk- und Fesselverletzungen
  • Abszesse
  • Verletzungen der Neben-, bzw. Stirnhöhlen
  • Verbrennungen
  • Bisswunden
  • Schnittwunden

Anwendung bei verschiedenen Wundarten

Flache Wunde (bis ca. 0,5 cm Tiefe)

Tiefe Wunde

Tiefe Wunde mit Unterminierungen

Tiefe Wunde mit engem Eingang / Fistel

Fallbeispiel 1 - Wundbehandlung bei Katze mit LIGASANO® weiß

Anamnese:

9jährige Katzendame, wurde angefahren, doppelter Hüftbruch mit offener Wunde. Nach erfolgter OP wurde die Wunde mit LIGASANO® versorgt.

Tägliche Wundreinigung mit unsteriler Kernseifenlösung im wachen Zustand, LIGASANO® Roll weiß unsteril 0,6 cm als Wundauflage, Anzug für die Fixierung. Der Verband wurde täglich gewechselt, parallel dazu erfolgte Antibiotikergabe.

Wundverschluss nach insgesamt nur 10 Tagen. An den Stellen, wo LIGASANO® weiß aufgelegt war, sind Haare nachgewachsen.

Abb. 1: Wundzustand am 03.03.2017
Abb. 2: Wundzustand am 08.03.2017
Abb. 3: Wundzustand am 14.03.2017
Abb. 4: Wundzustand am 31.03.2017
Abb. 5: 05.09.2017 komplette Wundheilung
Abb. 6: 05.09.2017 komplette Wundheilung

Autorin: Sabrina Bachmeier, Tiermedizinische Fachangestellte, Praxis Dr. med. vet. Sibylle Hofmann, Landshut

Fallbeispiel 2 - Wundbehandlung an verletzter Kuh mit LIGASANO® weiß

Anamnese:

Verletzung am 08.04.2017. Prognose eigentlich infaust. Die Kuh konnte aber nicht notgeschlachtet werden, da sie zwei Tage zuvor antibiotisch trockengestellt wurde. Sie hatte daher Wartezeit und es wäre nur die Euthanasie übrig geblieben.

Entgegen aller Zweifel und anfangs täglichem Verbandwechsel, konnten wir nach ca. 10 Tagen eine beginnende Granulation an den Wundrändern feststellen. Somit hatten wir die Hoffnung, dass wir die Kuh wenigstens bis zur Abkalbung erhalten könnten. Aber mit der Zeit wurden die Fortschritte mit LIGASANO® so spektakulär, dass eine komplette Genesung möglich schien. Nach ca. zwei Wochen musste der Verband nur noch jeden zweiten Tag gewechselt werden, die Wunde wurde immer kleiner und auch der freiliegende Knochen wuchs langsam zu.

Am 31.05.2017 war wieder Termin zum Verbinden. An diesem Tag (und dies war der einzige Tag seit Beginn der Behandlung) wollte die Kuh nicht fressen. Leider hatte sie zu diesem Zeitpunkt eine Gebärmutterverdrehung und es war fraglich ob wir dieses Problem lösen könnten. Aber die Verdrehung konnte manuell reponiert werden und sie brachte ein gesundes Kalb zur Welt.

Seit Mitte Juli ist der Knochen nun komplett mit gesundem Muskelgewebe bedeckt und die Haut scheint auch nachzuwachsen. Wir gehen also davon aus, dass bis Ende des Jahres ein komplette Heilung stattfindet. Außerdem sollte auch noch gesagt sein, dass das Tier die komplette Zeit unter Schmerzbehandlung war, um unnötiges Leid zu vermeiden.

Abb. 1: 08.04.2017 Zustand vor Start der Wundbehandlung mit LIGASANO®
Abb. 2: 26.04.2017
Abb. 3: 04.05.2017
Abb. 4: 17.05.2017
Abb. 5: 17.05.2017
Abb. 6: 23.05.2017
Abb. 7: 31.05.2017
Abb. 8: 12.07.2017
Abb. 9: 03.08.2017
Abb. 10: 10.08.2017
Abb. 11: 18.08.2017

Autor: Dr. med. vet. Torsten Brehm, Schrozberg

Fallbeispiel 3 - Behandlung einer Dermatitis mit LIGASANO® weiß

Patientendaten und Anamnese:

Die Alpakastute „Edelweiß“ leidet seit ihrer Geburt unter einer stationären Patellaluxation der linken Hinterextremität. Aufgrund der Fixierung der Kniescheibe an der Medialseite des Knies liegt eine ständige Beugehaltung des Knies und in der Folge eine relative Verkürzung der gesamten Extremität vor. Daher ist neben einer motorischen Einschränkung auch eine dauernde Verschmutzung des Fells mit Kot und Harn ein Problem.

Bedingt durch die Verschmutzung des Fells mit Exkrementen kam es zu einer bakteriellen Besiedlung der Haut und konsekutiv zu einer großflächigen purulenten Dermatitis im Bereich des Sprunggelenks. Adspektorisch zeigte sich eine dicke eitrige Auflagerung auf Haut und Fell. Darunter lag eine ausgedehnte massive Entzündung der Haut und eine Exkoriation über dem Fersenbeinhöcker vor.

Das Débridment der Wunde erfolgte in Allgemeinanästhesie in Form von Rasur, Wundspülung mit Veriforte Med® Wundspüllösung und Kürettage der purulenten Veränderungen. Auf die Hautoberfläche wurde Vulketan® Gel aufgetragen und als Wundauflage wurde eine LIGASANO® weiß unsteril gewählt die mittels Rolta® Wattebinde und Peha Haft® fixiert wurde. Auch um eine möglichst optimale Polsterung zu bekommen wurde das 1cm dicke LIGASANO® gewählt. Um einer weiteren Verschmutzung des Verbandes zuvorzukommen wurde der Verband mit einer Kunststofffolie geschützt.

In der Folge erfolgte ein täglicher Verbandswechsel, wobei wie bei der Primärversorgung die Wundbereiche mit Vulketan® Gel benetzt und mit LIGASANO® abgedeckt wurden. Im Lauf der Heilung wurde der Verbandswechsel durchschnittlich jeden 3. Tag durchgeführt wobei die LIGASANO®-Abdeckung der Wundbereiche mit zunehmender Heilung reduziert wurde. Mit zunehmender Epithelisierung der Haut wurde von der Anwendung von Vulketan® Gel Abstand genommen und die Wundereiche nur noch mit LIGASANO® abgedeckt, das wie zuvor mit Rolta® Watterolle und Peha Haft® fixiert wurde.

Im Lauf von 4 Wochen erfolgte eine vollständige Epithelisierung der Haut und auch ein Nachwachsen der Haare, wodurch ein physiologischer Schutz der Haut wieder gegeben war.

Abb. 1: 08.06.2018
Abb. 2: 08.06.2018
Abb. 3: 08.06.2018
Abb. 4: 19.06.2018
Abb. 5: 19.06.2018
Abb. 6: 19.06.2018
Abb. 7

Aus Liebe zu den Tieren und aus Freude am Produkt, zeichnet sich der Biohof in Tirol dadurch aus, Tieren ein Zuhause zu geben, deren Wachstum von Geburt an nicht einem optimalen Zuchttier entspricht. Edelweiß hat eine wundervolle Wolle, ist ein liebevolles Tier und ist in der Gruppe voll integriert.

 

Autoren: Tierambulatorium Zirl, Dr. Stefan Ferschl, MSc, Fachtierarzt für Kleintiere; Tiroler Bio-Alpakas Seefeld, Familie Haslwanter-Egger